Informationen zu Rucksäcken

Allgemeines

Wie bei jedem anderen Produkt auch gibt es bei Rucksäcken die verschiedensten Materialien. Das am besten im test abgeschnittene Material ist CORDURA. Cordura ist hochgradig scheuerfest und reissfest. Es lässt sich nähen und kleben. Somit kann man defekte Stellen gut reparieren.
Die Rucksäcke werden zudem noch meist mit einer PU-Beschichtung wasserfester gemacht. Allerdings verhindern Nähte und Reissverschlüsse eine komplette Wasserdichtigkeit. Somit ist in Regengebieten ein Regenschutz für den Rucksack ratsam. Ein Regenschutz ist kein Transportschutz für den Rucksack.
Die Anschaffung eines Rucksacktransportschutzes ist immer dann empfehlenswert, wenn der Rucksack nicht auf dem Rücken getragen wird, sondern vom netten Flugpersonal aufs Gepäckband oder auf indonesische Pickups geworfen wird. Der Transportschutz schützt den Rucksack und vor allem das Tragesystem vor evtl. Schäden.
Reicht das Volumen eines Rucksacks nicht aus, so gibt es Seitentaschen, welche man nachkaufen kann. Man sollte dabei aber auch bedenken, dass man den Rucksack auch noch tragen können sollte.

Tagesrucksäcke (0-40 l)

Aus dem Alltag sind solche Rucksäcke einfach nicht mehr weg zudenken. Die Tragesysteme reichen von unzähligen luftdurchlässigen Schaumpolstern, sehr komfortablen Netztragesystemen bis hin zum einfachen System ohne jeglicher Belüftung.
Wichtig bei diesen Rucksäcken ist, das sie das Tragegurt wie Bücher oder Bierflaschen vom Rücken fern halten, um einen optimalen Tragekomfort zu erreichen. Bei Rucksäcken für das Fahrrad, sollten diese eine Belüftung und Kühlung des Rückens durch die verschiedensten Systeme gewährleisten. Wobei ich sagen muss, dass ich hier bisher noch kein optimales System gefunden habe. Bisher haben alle Rucksäcke den Schweiss auf dem Rücken nicht abhalten können. Zu dem sollten Fahrradrucksäcke auch einen Brust- und Beckengurt vorweisen, was den Tragekomfort vor allem im Gelände erheblich erhöht.
Rucksäcke für den normalen Alltag sollten einen umlaufenden Reissverschluss und zahlreiche Innenfächer vorweisen. Für Laptops sollten die Fächer gepolstert sein.

Tourenrucksäcke (30-50 l)

Tourenrucksäcke haben oft ein einfacheres Innengestellsystem oder aufgerüstete Tragesysteme. Eine aufwendige Hüftgurtkonstruktion fehlt, da das Packgewicht und die Volumina deutlich unter denen eines Trekkingrucksacks liegen.
Der Einsatzbereich ist eher für Wochenendwandertouren, Ski - oder Hochtouren oder Kletterpartien gedacht. Für Radfahrer eignen sich reine Tourenrucksäcke nicht, da wenn man mit Helm fährt dieser immer am Rucksack scheuert. Hier braucht man spezielle Radtourenrucksäcke.
Die Tourenrucksäcke besitzen meist nur ein Haupt- und Deckelfach. Sind Taschen für Schlafsäcke vorhanden, so fallen diese weit kleiner aus, als bei einem Trekkingrucksack. 

Innengestell-Trekkingrucksäcke (50-100 l)

Diese Rucksäcke sind wohl die am meist genutzten Rucksäcke ihrer Art. Hier liegt, wie der Name schon verrät, das Gestell des Rucksacks im Inneren. Es gibt dem Rucksack seine Form und seinen Halt. Das System besteht meist aus zwei Aluminiumstreben, welche S-förmig mit einer Biegung an die Wirbelsäule angepasst werden. Somit wird die Last gleichermassen verteilt. Die Streben sind zudem abgepolstert, da sonst der Tragekomfort nicht gewährleistet wäre.
Um die Last auch am Becken zu verteilen, liegen die unteren Strebenenden auf dem Hüftgurt. Um nun auch eine Entlastung der Schultern zu gewährleisten, benötigt man einen breiten, festen Hüftgurt, welcher formstabil auf dem Becken aufliegt. Ein weicher, schmaler Hüftgurt sackt bei beladenem Rucksack weg. Dann tragen Schultern und Wirbelsäule das komplette Gewicht des Rucksacks.
Daraus ergibt sich nun, das ein Rucksack, welcher schwere Lasten tragen muss, ein gutes Rückenpolster und einen festen Hüftgurt haben muss. Auch sollten die Streben untereinander verbunden sein, um eine Torsions- und Scherbewegungen zu verhindern.
Die Trekkingrucksäcke mit Innengestell weisen meist eine 3-fach Teilung der Rucksackteilung auf. Die unterste ist dabei meist von aussen zugänglich. Somit kommt man auch schnell an die unten liegenden Dinge, ohne den kompletten Rucksack durchwühlen zu müssen. Im unteren Teil sollte leichte Ausrüstungsgegenstände, wie Bekleidung und Schlafsack ihren Platz finden.
Ins mittlere Fach kommen die schweren Dinge, wie Zelt, Essen, Wasservorrat, Kocher etc. Grundsatz ist, je schwerer Dinge oben und dann immer leichter Richtung Popo abwärts soll gepackt werden. Das Deckelfach sollte in seiner Höhe verstellbar sein, damit es nicht am Kopf stört und er Rucksack nach obenhin variabel bleibt. Ins Deckelfach gehören der Ausweis, Kompass, Sonnenschutz, die kleine Mahlzeit wie Müsliriegel, Brausetabletten für die kleine Trinkflasche an der Seite etc.

Aussengestell-Trekkingrucksäcke

Hier ist das Gestell, wie der Name bereits verrät, aussen angebracht. An diesem Aussenrahmen sind die Schulterträger und die Hüftgurte einerseits und die Packsäcke anderseits befestigt. Die Rucksäcke sind von Ihrem Aussehen her sehr gewaltig und man kommt in Bus oder Bahn schnell in den Kontakt mit anderen Menschen. Meist aber nicht im positiven Sinne. Hauptsache aber Kontakt, was nach einer längeren Solo Trekkingtour doch sehr angenehm sein kann.
Der grosse Vorteil bei diesen Rucksäcken ist, dass man auch sperrige Dinge gut weg bekommt.

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