Schwarzenberg im Erzgebirge

Lage/ evtl GPS Daten:  Westerzgebirge/ 50 km südlich von Chemnitz
Längengrad: 12.78 (Grad  östlicher Länge)
Breitengrad: 50.55 (Grad nördlicher Breite)
Landkreis:  Erzgebirgskreis
Bundesland:  Sachsen
Regierungsbezirk:  Chemnitz
Region:  Erzgebirge / Westerzgebirge
Telefonvorwahl:  03774
Postleitzahl:  08340 
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Blick auf Schloß und Kirche
Blick auf Schloß und Kirche

Beschreibung

Die Bergstadt Schwarzenberg wird auch „Perle des Erzgebirges“ genannt. Sie liegt malerisch am Rande des Naturpark Erzgebirge - Vogtland inmitten bewaldeter Bergrücken, direkt am Zusammenfluss von Schwarzwasser und Mittweida. Wahrzeichen der über 19.000 Einwohner zählenden Stadt sind das Schloss Schwarzenberg und die Kirche St. Georgen, welche weithin sichtbar auf mächtigem schwarzen Fels erbaut wurden.
Die um 1150 gegründete Stadt Schwarzenberg wurde erstmals 1282 urkundlich erwähnt. Reiche Vorkommen an Erz, riesige Wälder und die vorhandene Wasserkraft waren ideal für eine gute industrielle Entwicklung. So wurde hier um 1380 der erste Eisenhammer des Erzgebirges in Betrieb genommen.
Inmitten der denkmalgeschützten Altstadt findet man den Glockenturm mit einem Glockenspiel aus Meissner Porzellan - vier mal täglich klingen hier wunderschöne Melodien durch die malerischen Gassen der Stadt. Nur wenige
Meter weiter befindet sich die Pfarrkirche St. Georgen, erbaut im Barock von 1690-1699. Eine Besonderheit ist die mit über 600 m2 große freitragende Decke der Kirche, damals eine einmalige Zimmermannsarbeit in Europa, heute Garant für eine wundervolle Akustik für die vielen festlichen Konzerte im Gotteshaus.
Gleich nebenan folgt das spätgotische Schloss, welches aus ehemaligen Wachtürmen und Wehranlagen entstand. Erst 1555 wurde es zum kurfürstlichen Jagdschloss für den Kurfürst August umgebaut.
In den Gemäuern befindet sich heute das Museum Schloss Schwarzenberg, eines der bedeutsamsten heimatkundlichen Museen der Region. Es bietet umfangreiche Informationen und Ausstellungstücke zu den erzgebirgischen
Traditionen des Bergbaus, des eisen- und zinnverarbeitenden Handwerks sowie zum weithin bekannten Spitzenklöppeln. Im restaurierten Schlossturm finden die Geschichtskenner auch interessante Informationen zur einmaligen Nachkriegsgeschichte der Stadt. Schwarzenberg blieb damals für sechs Wochen unbesetzt von Russischen und Amerikanischen Truppen. Eine Besonderheit, die durch den Roman „Schwarzenberg“ von Stefan Heym erst richtig bekannt wurde.
Ein Geheimtipp unter den Eisenbahnfreunden ist das Schwarzenberger Eisenbahnmuseum. Im liebevoll restaurierten Lokschuppen auf dem ehemaligen Bahnbetriebsgelände sind zahlreiche Dampf- und Diesellokomotiven zu sehen und bei einer der zahlreichen Sonderfahrten auch zu erleben. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich in Rittersgrün ein weiteres sehenswertes
Schmalspurmuseum.
Für Freunde des Grubenlichts ist der Besuch der wohl größten Zinnkammern Europas im Besucherbergwerk Pöhla ein Muss. Mehr als 3000 Meter fahren die Besucher mit der Grubenbahn ein um dort eine Führung oder eines der faszinierenden Konzerte Untertage erleben zu können.

SCHWARZENBERG-INFORMATION
Oberes Tor 5
08340 Schwarzenberg
Tel. 0 37 74 / 2 25 40
Fax 0 37 74 / 2 02 58
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