Kirn Ansicht
Kirn Ansicht

Kirn - GPS 7° 27' 38'' Ost  49° 47' 14'' Nord

Die Stadt Kirn an der Nahe ist eine lebendige Kleinstadt, die den Mittelpunkt und Verwaltungssitz der sie umgebenden Verbandsgemeinde Kirn-Land bildet. Die Ortsteile Kirn-Sulzbach, dreieinhalb Kilometer flussaufwärts im Nahetal, sowie Kallenfels am Fuße der gleichnamigen Burgruine, gehören seit 1969 zur Stadt Kirn. Durch die landschaftlich reizvolle Lage und den ländlichen Charakter auf der einen und die städtebauliche und infrastrukturelle Entwicklung auf der anderen Seite sind hier die Vorzüge des Landlebens mit den Annehmlichkeiten der Stadt als Mittelzentrums vereint.
Die Stadt und das abwechslungsreiche „Kirner Land“ bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Naherholung und aktiven Freizeitgestaltung, angefangen beim Klettern in den „Kirner Dolomiten” über das Angeln in Nahe und Hahnenbach bis hin zum Segelfliegen auf der Meckenbacher Höhe. Die Stadt ist zudem optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren entlang der Flussläufe und in den Naturpark Soonwald-Nahe.
Die erste urkundliche Erwähnung Kirns geht auf das Jahr 841 zurück und findet sich in Urkunden des Klosters Fulda. Im Jahr 1767 erhielt Kirn eine städtische Verfassung, 1857 schließlich die Stadtrechte. Lange Zeit stand ddie Stadt unter der Herrschaft der Wild- und Rheingrafen. Nach dem Wiener Kongress von 1814/15 fiel sie an Preußen, nachdem auch die Franzosen im Jahrhundert zuvor verschiedentlich hier regiert hatten.
1817 wurde Kirn dem Landkreis Bad Kreuznach angeschlossen. Viele Spuren der bewegten Geschichte findet man heute noch in der erhaltenen historischen Bausubstanz. Neben den teilweise reich verzierten Fachwerk­häusern in der Innenstadt sind vor allem die evangelische Kirche (begonnen im 13./14. Jahrhundert), das Rathaus (1753-1771 als Piaristenkolleg er­richtet), die Salm-Kyrburgische Kellerei (1769-1771) und natürlich die Kyrburg, das Wahrzeichen der Stadt, äußerst sehenswert.
Kirn war aufgrund seiner zentralen geographischen Lage schon immer ein lebendiger Marktstandort. Einmal im Monat, in der Regel am jeweils ersten Montag, bietet eine Vielzahl Händler Bekleidung, Textilien sowie Haushalts­waren an. Die Märkte stellen in und für Kirn eine große Attraktion dar und ziehen viele Besucher aus der ganzen Region an.
Seit dem 19. Jahrhundert haben drei Industriezweige die Stadt Kirn geprägt und großen Einfluss auf ihre wirtschaftliche Entwicklung genommen: Bier, Steine und Leder. Schon im Mittelalter gab es im Ort viele Familien, die von der Lederherstellung und -verarbeitung lebten. Im vorletzten Jahrhundert nahm dann die industrielle Lederproduktion in Kirn ihren Anfang, im 20. Jahrhundert wurde sie weitgehend durch die Herstellung hochwertiger Kleinlederwaren abgelöst. Heute finden sich in Kirn die Firmensitze mehrerer international tätiger Lederwarenunternehmen. Im Vergleich zu früher zählt die Branche inzwischen aber nur noch wenige Beschäftigte. So wurden die arbeitsintensiven Produktions- und Verarbeitungsstätten schon in der Frühphase der weitgehend ins Ausland verlagert.
1857 als Lederfabrik Carl Simon und Söhne gegründet, ist die ortsansässige SIMONA AG heute einer der führenden europäischen Hersteller und Vertreiber von thermoplastischen Kunststoff­halbzeugen und mit über
500 Beschäftigten größter Arbeit­geber in Kirn.
Auch die Kirner Steinbrüche sind schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts ein bedeutender Faktor. Ihren hohen Bekanntheitsgrad verdankt die Stadt besonders dem Kirner Pils. Die Kirner Privatbrauerei befindet sich auch nach 200 Jahren noch im Besitz der Gründerfamilie Andres.
Dass die Stadt eine gute Zukunftsentwicklung hat, zeigt das starke Engagement von neuen Investoren im Bereich der Hotellerie/Gastronomie sowie des Handels. Die Sanierung und Neugestaltung der ehemaligen fürstlichen Kellerei als auch die neuen großen Einzelhandelsansiedlungen in der Kallenfelser Straße sind hierfür gute Beispiele.

Kirn
Stadtverwaltung Kirn
Hauptverwaltung
Kirchstraße 3
55606 Kirn
Tel.: 06752/135-116
Fax: 06752/135-250

Kirn im Hunsrück

Kyrburg in Kirn
Kyrburg in Kirn

 

Geschichte

Der Name „Kirn“ lässt sich möglicherweise aus dem keltischen Wort „Kyr“ ableiten, was soviel wie „Wasser“ bedeutet. Gemeint ist natürlich das Wasser der Nahe und des Hahnenbachs, das der Stadt Kirn ihren Namen gab. Es diente damals als wichtiger Transportweg, tränkte das Vieh und versorgte die Bevölkerung mit Fisch.
Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 841 zurück und findet sich in Urkunden des Klosters Fulda. Im Jahr 1767 erhielt Kirn eine städtische Verfassung, 1857 schließlich die Stadtrechte. Lange Zeit stand die Stadt unter der Herrschaft der Wild- und Rheingrafen. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses von 1814/15 fiel sie an Preußen, nachdem auch die Franzosen im Jahrhundert zuvor verschiedentlich hier regiert hatten. 1817 wurde Kirn dem Landkreis Bad Kreuznach angeschlossen.
Viele Spuren der bewegten Geschichte findet man heute noch in der erhaltenen historischen Bausubstanz. Neben vielen Fachwerkhäusern sei auf die evangelische Kirche verwiesen (begonnen im 11. Jahrhundert), auf das Rathaus, 1753 - 63 als Piaristenkloster errichtet, die Salm-Kyrburgische Kellerei (ca. 1765) und natürlich auf die Kyrburg, das Wahrzeichen der Stadt.