medizinische Informationen zum südliches Afrika

Länder

Die Länder Botswana, Lesotho, Namibia, Saint Helena, Südafrika und Swasiland werden zum südlichen Afrika gezählt. Der äusserste Süden hat mit regenreichen und kühlen Wintern, relativ warmen Frühjahr sowie heissen und trockenen Sommern ein eher gemässigtes Klima. Im Norden schliessen sich die Trockengebiete der Kalahari- und Namibwüste mit nur noch vereinzelten Niederschlägen an. Ein Grossteil des Binnenlandes besteht aus Savannen mit unterschiedlich ausgeprägtem Baumbewuchs. Vor allem in der Namib finden sich eine Vielzahl von spezialisierten Wüsten- und Halbwüstenpflanzenarten. Die Anpassung der Pflanzen an die spärlichen Niederschläge zeigt hier ganz unterschiedliche Ausprägungen der Wasserspeicherung in Knollen, Blättern Wurzeln und im Stamm. Im Kapland überwiegen Silberbaum- und Heidekrautgewächse, die vor allem diese als Hartlaubvegetation bekannte Landschaft auszeichnet. 

Gesundheitsrisiken

Alle welche sich aus beruflichen Gründen oder alle individuell Reisende sollten die folgenden Hinweis genau durchlesen und sich mit den empfohlenen Impfungen auseinandersetzen.  Erhöhte Aufmerksamkeit bezüglich der Hygiene ist gegenüber allen Imbissständen, Restaurants und Küchen angeraten. Vor dem Verzehr von Obst und Gemüse sollte dieses nach Möglichkeit mit abgekochtem Wasser gründlich gereinigt werden oder vorher geschält werden. Wasser sollte nur abgekocht getrunken werden. Entgiftungstabletten und Mikrofilter sollten in keinem Reisegepäck fehlen.
Häufig sind Durchfallerkrankungen (Diarrhöe), z.B. durch Infektionen mit Campylobacter, E. coli, Salmonellen (Typhus), Shigellen (Ruhr) oder Choleravibrionen (Cholera). Seit neuestem treten unter der südafrikanischen Bevölkerung (hauptsächlich Empangeni-Region, Südküste, Northern Province, Eastern Capa-Province, Port Shepstone) und im Swasiland (Provinzen Manzini, Hohho) Choleraerkrankungen auf. Die Ansteckungsgefahr für Reisende wird als sehr gering eingestuft. Vorbeugende Impfungen sind daher im Allgemeinen nicht notwendig (Stand: Juni 2006).
Zudem bestehen erhöhte Ansteckungsgefahren mit Hepatitis A und E vor allem über Lebensmittel und Wasser. Weitaus seltener ist die Übertragung dieser Virusinfektionen mittels Körperkontakt.
Parasiten, wie etwa Spulwurm, und Bandwürmer, können vor allem durch Verzehr von nicht genügend erhitztem Fleisch in den menschlichen Körper gelangen. Häufig anzutreffen in den subtropischen Landstrichen sind von Amöben verursachte Durchfälle (so genannte Amöbenruhr), Bauchschmerzen und Leberabzesse. Dünndarmparasiten (Giardia lamblia) führen zu Darmentzündungen und Durchfall.
In den regenreichen Monaten von November bis Juni kommt es insbesondere in Südafrika, Namibia und in Nordbotswana zu verstärktem Auftreten von Mücken, welche Überträger von beispielsweise Malaria und Dengue-Fieber sind. Auch in den regenarmen Monaten besteht Ansteckungsgefahr mit Malaria! Nach Süden hin nimmt das Risiko einer Malariainfektion gemeinhin ab.
Auf ausreichenden Mückenschutz (Antimückenmittel, Mückennetze und lange Kleidung) sollte in den entsprechenden Gebieten unbedingt geachtet werden. Als malariafrei werden Südnamibia, der Südwesten Südafrikas, Lesotho und St. Helena angesehen.
Mücken sind auch Übeträger des Dengue-Fiebers und des Rift-Valley-Fiebers. Das Dengue-Fieber tritt in ganz Südafrika, Namibia und im Swasiland auf und verursacht Blutungen und Blutgerinnungsstörungen. Das Rift-Valley-Fieber ist eine bei Paarhufern auftretende Virusinfektion, die auch auf den Menschen übertragen werden kann.
Vereinzelt tritt noch im Norden Namibias (vor allem in der Ohangwena-Region) und in Südafrika die Pest auf. Diese Krankheit wird vor allem durch Flöhe von Nagetieren auf den Menschen übertragen.
Zecken sind Überträger des so genannten Rückfallfiebers, eine durch Borrelien (nach dem französischen Bakteriologen A. Borrel benannte Bakteriengattung) verursachte Krankheit. Das Krankheitsbild ist von wiederkehrenden Fieberschüben gekennzeichnet.
In den Okawango-Sümpfen (Botswana) und im Norden Namibias wird die Schlafkrankheit durch Tsetsefliegen übertragen. Da diese Insekten auch durch dünnen Stoff hindurch stechen können, wird zu festerer Kleidung in diesen Gebieten geraten.
Regelmässig tritt in Südafrika, Namibia(v. a. im Caprivi- Streifen), Botsuana (in der Okawango-Region) und im Swasiland die so genannte Bilharziose auf. Diese Infektion wird von im Süsswasser lebenden Egellarven, welche in die Haut eindringen können, übertragen. Das Krankheitsbild reicht von Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Fieber, Hautveränderungen bis hin zu Störungen der Harnblasenfunktion, der Lunge, der Leber, des Herzens oder des Gehirns.
In ganz Afrika ist Aids weit verbreitet. Allein in Südafrika sollen Schätzungen zu Folge zwischen 10 bis 20 % der Erwachsenen infiziert sein. Das Benutzen von Kondomen beim sexuellen Kontakt mit der Bevölkerung ist daher obligatorisch! Auch Blutkonserven, Spritzen und Kanülen sollten nur in absolut dringenden Fällen in Anspruch genommen werden. Das mitbringen eigener steriler Spritzen und Kanülen ist daher ratsam.

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