medizinische Informationen zu Ostasien

Länder

Zu Ostasien gehören die Länder Volksrepublik China, Japan, Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea), Republik Korea (Südkorea), Mongolei und Taiwan.

Gesundheitsrisiken

Alle welche sich aus beruflichen Gründen oder individuell Reisende sollten sich die folgenden Hinweis genau durchlesen und sich mit den empfohlenen Impfungen auseinandersetzen.
Die Fischrestaurants in Ostasien sind sehr beliebte Ziele von Touristen. Es wird empfohlen auf die Frische der Ware dort zuachten. Lebensmittelvergiftungen sind keine Seltenheit.  

Nahrungsmittel

Durch unreines Essen oder Trinkwasser kommt es immer wieder zu verschiedensten Durchfallerkrankungen (lt. Diarrhöe). Ein gern getrunkenes Getränk ist Zitronenlimonade, welches oft mit Leitungswasser hergestellt wird. Ein Genuss, welcher oft folgen hat.
Durch die Einnahme von Nahrungsmitteln, welche nicht nach westlichem Standard verarbeitet wurden, ist die Übertragung von Infektionskrankheiten in Zentralamerika keine Seltenheit. Daher empfiehlt es sich eine gründliche Hygiene einzuhalten. Eine grosse Gefahrenquelle liegt bei Imbissständen, welche meist nicht die Möglichkeit haben sauber zuarbeiten. Obst und Gemüse sollte grundsätzlich mit abgekocht Wasser gereinigt werden. Die Firma Katadyn bietet z.B. verschiedene Wasserfilter an, welche vor bakteriellen Keimen schätzen, allerdings nicht vor chemischen. Man sollte sich also vor einer Reise nach Zentralamerika mit den verschiedensten Möglichkeiten der Wasserreinigung unterwegs beschäftigen. Eingiftungstabletten oder Wasserfilter sind nur eine Variante. Obst sollte grundsätzlich geschält werden, Gemüse abgewaschen werden.
Cholera-Erkrankungen sind regelmässig in China, ins besondere Zentralchina, und der Mongolei zu beobachten. Cholera Patienten kann man durch aus die Hand geben, ohne sich dabei gleich anzustecken. Übertragungswege sind meist durch Lebensmittel oder kontaminiertes Trinkwasser. Eine Schutzimpfung für Reisende ist durch das geringe Risiko nicht unbedingt erforderlich.

Insekten

In Ostasien spielt die Japanische Enzephalitis eine wesentliche Rolle. Es handelt sich dabei um eine Virusinfektion, welche zu Hirn- und Hirnhautentzündungen führen kann. Die Inkubationszeit beträgt 5 - 15 Tage.Symptome:

hohes Fieber starke Kopfschmerzen Nackensteifigkeit

  • Bis hin zu:
    • Lähmungserscheinungen
    • Verwirrtheit
    • Bewusstlosigkeit
    • Und leider ca. 30% Todesfälle

Dauerschädigungen sind keine Seltenheit. Die Übertragung erfolgt durch Nachtaktive, heissgeliebte Stechmücken. Die Krankheit kommt überwiegend im ländlichen Raum vor. Die Diagnose erfolgt über eine Blutanalyse.

Risikogebiete sind: China, Indien, Laos, Myanmar (Burma), Nepal, Philippinen, Sri Lanka, Thailand und Vietnam. Eine Schutzimpfung ist bei längerem Aufenthalt ratsam.

Im Süden Chinas besteht in den tiefer gelegenen ländlichen Regionen (unter 1500 m) ganzjährig ein mittleres Infektionsrisiko für Malaria. Im Norden Chinas und auf der koreanischen Halbinsel an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist das Infektionsrisiko vor allem in den Sommer- bis Herbstmonaten erhöht. Überwiegend verbreitet ist die im Vergleich zu Malaria tropica mit milderem Krankheitsverlauf einhergehende Malaria tertiana. Japan, die Mongolei und Taiwan gelten als malariafrei.

In südlichen Gebieten Chinas kam es in den letzten Jahren öfters zu Erkrankungen an Leishmaniose (Kala Azar). Die Leishmaniose wird durch Einzeller auf immun geschwächte Personen übertragen. Die Infektion beginnt schleichend mit Fieber, Leber- und Milzvergrösserungen. Dazu kommen Gewichtsverlust und Kräfteverfall. Ein Erregerreservoire sind erkrankte Menschen, vor allem aber Hunde, von denen die Übertragung durch kleine Stechmücken (Schmetterlingsmücken) einhergeht. Die Inkubationszeit kann mehrere Monate betragen. Die Diagnose erfolgt durch eine Blutentnahme und einem Parasitennachweis in Speziallabors.

Auch die Filariose ist in Ostasien recht verbreitet. Die Filariose zählt zu den Infektionskrankenheiten, welche von einer Art Fadenwurm ausgeht, welche sich ihren Lieblingsplatz im Bindegewebe und den Lymphgefässen hat. Es kommt nicht selten zu starken schmerzhaften Schwellungen der Extremitäten. Wie auch bei der Malaria ist der Überträger eine Stechmücke. Die Würmer werden ca. 5-10 cm lang. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist allerdings nicht möglich. Leichte Infektionen bleiben meist Symptomlos. Für einen starken befall ist schon ein längere Aufenthalt im Endemiegebiet nötig. Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis der Larven im Blut und betraf eine Behandlung durch einen Tropenarzt.

Taiwan hat in den letzten Jahren im Süden des Landes verstärkt mit dem Dengue-Fieber zukämpfen. Überträger dieser Erkrankung ist die Stechmücke. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht direkt, sondern eben über die Stechmücken.

Die Symptome sind Grippe ähnlich:

  • Fieber starke Kopf- und Gliederschmerzen
  • Druckschmerz in der Augeninnenwand
  • flüchtige Hautrötung

Die Inkubationszeit beträgt 5-7 Tage. Die akuten Symptome klingen meist nach einer Woche ab, jedoch kann ein abgeschlagenes Gefühl weitere Wochen andauern. Bestimmte Varianten führen gelegentlich zu Blutungsgerinnungsstörungen oder Schocksymptomen. Für eine genaue Diagnose bedarf es einer Blutuntersuchung. In den unwegsamen Regionen Chinas und in den Flusstälern Japans und landesweit in Südkorea und Taiwan sind regelmässige Fälle von Fleckfieber verzeichnet. Das Fleckfieber ist eine durch Läuse übertragene bakterielle Infektionserkrankung, die unbehandelt in der Hälfte der Fälle zum Tod führt.

Symptome:

  • hohes Fieber Kopf- und Gliederschmerzen
  • feinfleckigen Hautausschlag

Bedrohlich wird es wenn, das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wird.

Auch die Pest wird in China vor allem bei Nagetieren und Murmeltieren verzeichnet.
Die Übertragung auf den Menschen erfolgt meist indirekt über Flöhe. Jedoch sind die Erkrankungen beim Menschen heute doch eher seltener Natur. In den Wald- und Wiesengebieten Chinas, , Japan, Südkorea und Taiwan sind Zecken sehr verbreitet, welche die Lyme-Borreliose übertragen können.

Bei den Borreliosen handelt es sich um Infektionskrankheiten, die durch eine Gruppe von Bakterien, den Borrelien, verursacht wird. Zeckensaison ist von April bis Oktober. In Ostasien besteht zudem ein erhöhtes Risiko an Erkrankungen mit Hepatitis A. Der Virus wird vor allem über Lebensmittel und Trinkwasser übertragen. Eine Kombinationsschutzimpfung Hepatitis A/B ist daher ratsam und auch billiger als jede einzelne für sich.
Der übliche HIV Schutz ist zu beachten, da die Rate der Erkrankung, vor allem in China stark zunimmt.

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