medizinische Informationen zu Nordafrika

Länder

Zu Nordafrika gehören die Länder Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien.

Gesundheitsrisiken

Alle welche sich aus beruflichen Gründen oder individuell Reisende sollten sich die folgenden Hinweis genau durchlesen und sich mit den empfohlenen Impfungen auseinandersetzen.

Nahrungsmittel

Wie auch auf den anderen Kontinenten sind Infektionen, welche Nahrungsmittel bedingt sind keine Seltenheit. Eine gute Hygiene ist daher, wie überall auf der Welt, eine Grundvoraussetzung, welche immer beachtet werden sollte. Daher empfiehlt es sich eine gründliche Hygiene einzuhalten. Eine grosse Gefahrenquelle liegt bei Imbissständen, welche meist nicht die Möglichkeit haben sauber zuarbeiten. Obst und Gemüse sollte grundsätzlich mit abgekocht Wasser gereinigt werden. Die Firma Katadyn bietet z.B. auch verschiedene Wasserfilter an, welche von bakteriellen Keimen schätzen, nicht aber vor chemischen.
Durch unreines Essen oder Trinkwasser kommt es immer wieder zu verschiedensten Durchfallerkrankungen (lt. Diarrhöe).
Die Brucellose (Maltafieber) ist eine häufige Infektionserkrankung, welche durch einen direkten Kontakt, über kleine Hauterkrankungen, mit erkrankten Tieren (Rindern, Schweinen, Ziegen) oder über kontaminierte Lebensmittel einhergeht.
Es kommt zu längerem Fieber und unterschiedlichsten Organbeteiligungen. Die Inkubationszeit beträgt ca. 1-4 Wochen. Die Diagnose erfolgt über eine Blutanalyse.
Für Reisende nach Nordafrika besteht zudem ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit Hepatitis A und Hepatitis E. Die Übertragung erfolgt durch Lebensmittel, Trinkwasser oder Umgang mit Fäkalien.

Insekten

Im Nildelat kommt vor allem die Filariose und im oberen Teil des Nils die Bilharziose vor, welche auch im weiteren Afrika sehr verbreitet ist.  

Die Filariose zählt zu den Infektionskrankendheiten, welche von einer Art Fadenwurm ausgeht, welche sich ihren Lieblingsplatz im Bindegewebe und den Lymphgefässen hat. Es kommt nicht selten zu starken schmerzhaften Schwellungen der Extremitäten. Wie auch bei der Malaria ist der Überträger eine Stechmücke.
Die Würmer werden ca. 5-10 cm lang. Eine direkte ssbertragung von Mensch zu Mensch ist allerdings nicht möglich. Leichte Infektionen bleiben meist symptomlos. Für einen starken befall ist schon ein längere Aufenthalt im Endemiegebiet nötig. Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis der Larven im Blut und betraf eine Behandlung durch einen Tropenarzt.

Die Bilharziose, eine Infektion mit dem Pärchenegel (Schistosoma), kommt ebenfalls auf den karibischen Inseln vor. Die Bilharziose wird durch Pärchenegel übertragen. Die kleinen Schmarotzer entwickeln ich erst in bestimmten Süsswasserschnecken zu infektionstüchtigen Larven. Die Bilharziose kommt vorwiegend im stehendem Gewässern vor. Die kleinen Schmarotzer bohren sich im verseuchten Wasser durch die intakte Haut und gelangen zunächst in die Leber und von dort nach einigen Wochen in den Unterleib. Die Inkubationszeit beträgt 6-12 Wochen. Wenige Stunden nach der Infektion kommt es meist an der Eintrittsstelle zu Hautreizungen. 4 Wochen späterkommt es dann zu Fieberausbrächen und danach zu Blasen- und Verdauungsbeschwerden, wobei man im Urin, wie im Stuhl Blut Beimengungen beobachten kann. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung und einem mikroskopischen Ei-Nachweis.

Eine andere durch Insekten übertragene Erkrankung ist die so genannte Leishmaniose (Kala Azar).
Die Leishmaniose wird durch Einzeller auf immungeschwächte Personen übertragen. Die Infektion beginnt schleichend mit Fieber, Leber- und Milzvergrösserungen. Dazu kommen Gewichtsverlust und Kräfteverfall. Ein Erregerreservoire sind erkrankte Menschen, vor allem aber Hunde, von denen die ssbertragung durch kleine Stehmücken (Schmetterlingsmücken) einhergeht. Die Inkubationszeit kann mehrere Monate betragen. Die Diagnose erfolgt durch eine Blutentnahme und einem Parasitennachweis in Speziallabors.

In einigen Gebieten in Ägypten (Sennoris- und Al-Fayum-Distrikt), Algerien, Libyen und Marokko treten in den Frühlings-, Sommer- und Herbstmonaten Infektionen mit Malaria auf. Es wird ein ausreichenden Mückenschutz in Form spezieller Antimückenmittel, Mückennetze und bedeckender Kleidung empfohlen.
Die Inkubationszeit bei Malaria beträgt 7-12 Tage. ssbertragen wird die Infektionserkrankung durch unseren geliebten Stechmücken. Die bösartige Malaria tropica, kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, mit Koma, Nierenversagen, und Schock. Leitsymptome sind: Fieberschübe, Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl. Dazu kommen Schüttelfrost und Schweissausbrüche. Eine Diagnose erfolgt meist während der akuten Erkrankung durch den mikroskopischen Parasitennachweis im Blut. Auch spezielle Antikörpernachweisse können die Malaria noch bestätigen. Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Malaria noch heilbar.

In Marokko kommt landesweit auch das Dengue-Fieber vor. Überträger dieser Erkrankung ist die Stechmücke. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht direkt, sondern ebend über die Stechmücken. Die Symptome sind Grippe ähnlich:

  • Fieber
  • starke Kopf- und Gliederschmerzen
  • Druckschmerz in der Augeninnenwand
  • flächtige Hautrötung

Die Inkubationszeit beträgt 5-7 Tage. Die akuten Symptome klingen meist nach einer Woche ab, jedoch kann ein abgeschlagenes Gefühl weitere Wochen andauern. Bestimmte Varianten führen gelegentlich zu Blutungsgerinnungsstörungen oder Schocksymptomen. Für eine genaue Diagnose bedarf es einer Blutuntersuchung.
In allen Ländern Nordafrikas gibt es zu dem das West-Nil-Fieber, das durch Stechmücken übertragen wird und zur Entzündung des Gehirns (=Enzephalitis) führen kann.

Sonstige Risiken

In Ägypten kommt es zur Zeit verstärkt zu Meningitis. Die Meningitis ist eine gefährliche Hirnhauentzündung, welche zu den Tröpfcheninfektionen zählt. Somit ist sie von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Inkubationszeit beträgt 3-4 Tage. Symptome sind plötzliches hohes Fieber, Starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Augenzittern, punktförmige Hautblutungen, Bewusstseinstörungen. Der Patient gehört isoliert.  Die Diagnose erfolgt über einen Bakteriennachweis. Entnimmt man aus dem Rückenmark Flüssigkeit so ist diese trüb. Des weiteren sollte man nur geschätzten Geschlechtsverkehr betreiben, da auch in Nordafrika die HIV Rate sehr hoch ist. Man sollte immer ein paar Nadeln für Spritzen und Spritzen bei sich führen, welche man dem Arzt im Notfall geben kann, wenn man dazu noch in der Lage ist.

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