medizinische Informationen zu Zentralamerika

Länder

Zentralamerika bildet eine Festlandbrücke zwischen Nord- und Südamerika. Belize, Costa Rica, Honduras, El Salvador, Mexiko, Nicaragua, Guatemala und Panama werden zählen zu Mittelamerika. 

Gesundheitsrisiken

Alle welche sich aus beruflichen Gründen oder alle individuell Reisende sollten die folgenden Hinweis genau durchlesen und sich mit den empfohlenen Impfungen auseinandersetzen. 

Nahrungsmittel

Durch unreines Essen oder Trinkwasser kommt es immer wieder zu verschiedensten Durchfallerkrankungen (lt. Diarrhöe). In fast allen Ländern kommt es auch immer wieder zu Fällen von Cholera, welche aber für einen Gesunden hygienischen harmlos ist. Cholera Patienten kann man durch aus die Hand geben, ohne sich dabei gleich anzustecken.

Durch die Einnahme von Nahrungsmitteln, welche nicht nach westlichem Standart verarbeitet wurden, ist die Übertragung von Infektionskrankheiten in Zentralamerika keine Seltenheit. Daher empfiehlt es sich eine gründliche Hygiene einzuhalten. Eine grosse Gefahrenquelle liegt bei Imbissständen, welche meist nicht die Möglichkeit haben sauber zuarbeiten. Obst und Gemüse sollte grundsützlich mit abgekocht Wasser gereinigt werden. Die Firma Katadyn bietet z.B. auch verschiedene Wasserfilter an, welche von bakteriellen Keimen schätzen, nicht aber vor chemischen. Man sollte sich also vor einer Reise nach Zentralamerika mit den verschiedensten Möglichkeiten der Wasserreinigung unterwegs beschäftigen. Eingiftungstabletten oder Wasserfilter sind nur eine Variante.
Parasiten spielen eine weiter wichtige Rolle bei Lebensmittelerkrankungen. Die allseits bekannten Fadenwürmer, z.B.: Spulwurm oder Hakenwurm, verbreiten sich über Einnahme von rohem oder nicht ausreichend erhitzen Rind- bzw. Schweinefleisch.

Krankheiten

Wer hat es nicht schon mal gehört das Dengue-Fieber. Überträger dieser Erkrankung ist die Stechmücke. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht direkt, sondern ebend über die Stechmücken. Die Symptome sind Grippe ähnlich:

  • Fieber
  • starke Kopf- und Gliederschmerzen
  • Druckschmerz in der Augeninnenwand
  • flächtige Hautrötung

Die Inkubationszeit beträgt 5-7 Tage. Die akuten Symptome klingen meist nach einer Woche ab, jedoch kann ein abgeschlagenes Gefühl weitere Wochen andauern. Bestimmte Varianten führen gelegentlich zu Blutungsgerinnungsstörungen oder Schocksymptomen. Für eine genaue Diagnose bedarf es einer Blutuntersuchung.

Durch das Subtropische Klima besteht in Zentralamerika das ganze Jahr über auch ein mittleres Risiko für eine Malaria Infektion. Häufig kommt es zu der Malaria tertiana, welche der Malaria tropica ähnelt. In ländlichen Gebieten ist die Gefahr am grössten. In Städten und Höhenlagen dagegen eher gering.
übertragen wird die Malaria durch die Stechmücke, welche vor allem im Regenwald- oder Sumpfgebieten ihr zu Hause hat. Befindet man sich in solchen Gebieten, sollte man für ausreichenden Mückenschutz sorgen.
Viele Ärzte raten mittlerweile zur Vorbeugung das Medikament Lariam einzunehmen. Von diesem können wir abraten, da eine gezielte Prophylaxe die Mücken auf dauern immun machen wird. Noch in den 90iger Jahren glatt Lariam als Notfall Medikament.

In weiteren Regionen kommt es zu dem auch zum Ausbruch von Gelbfieber.
Auch Gelbfieber wird von unserem Liebling der Stechmücke übertragen. Eine Übertragung erfolgt von Mensch-Mücke-Mensch, was in besiedelten Gebiten zu epidemischen Ausbrüchen führen kann.
Symptome:

  • plötzliches hohes Fieber
  • Verschlechterung der allg. Zustandes
  • Nach einer Woche dramatische Verschlechterung mit Gelbsucht (gelbe Haut) und Blutungen, Störungen von Herz, Kreislauf, Niere und Leber. Dieser Zustand ist lebensbedrohlich

Das Gelbfieber unterliegt einer strengen internationalen Melde- und Quarantänepflicht. Doch das war noch längst nicht alles!

Die Chagas Krankheit kommt vor allem in ländlichen Gebieten Zentralamerikas vor. Die Krankheit kommt nur in Süd- und Mittelamerika vor. Die Übertragung erfolgt durch die Raubwanze, welche in primitiven Häusern und Hütten sich in den Wänden oder Dächern verteckt hält. Betroffen sind überwiegend die ärmer Bevölkerung. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 1-4 Wochen. Es entwickelt sich im Gesicht oder an der Stichstelle eine Schwellung unter Beteiligung der Lymphknoten. Dazu kommt noch Fieber und allg. Schwäche Gefühl. Behandelt man diese Erkrankung nicht, so verläuft sie durchaus chronisch (wiederkehrend) und führt zu schweren Schädigungen des Herzens und dem Magen-Darmtrakt. Eine Diagnose erfolgt über einen Erregernachweis oder einer Blutuntersuchung in Speziallaboratorien.

Sonstige Risiken

Sind zum Beispiel in Nicaragua die Leptospirose, welche durch Verschmutzung der Binnengewässer oder feuchtem Erdreich, welches mit Ausscheidungen von Ratten oder Mäusen kontaminiert wurde. Die Inkubationszeit beträgt eine bis drei Wochen.Symptome:

  • hohes Fieber
  • allg. Schwäche Gefühl
  • Gelenkschmerzen

Nach dem ausklingen der Symptome kann es in zwei Wochen danach zu einer Gehirnhautentzündung oder Gelbsucht mit lebensbedrohlichem Nierenstörungen und Blutgerinnungsstörungen kommen. Eine Diagnose erfolgt über eine Blutuntersuchung.
Des weiteren sollte man nur geschätzten Geschlechtsverkehr betreiben, da auch in Zentralamerika die HIV Rate sehr hoch ist.

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