Giftregeln

Verhalten in den Tropen gegenüber Schlangen, Spinnen, Skorpione

Zwischenfälle von Reisenden in den Tropen mit Gifttieren sind eher selten. Durch Fehlverhalten kann es aber immer wieder zu meist lebensbedrohlichen Situationen. Hier daher ein paar Ratschläge zum Verhalten.

I. Mensch und Gifttiere:

Es gibt kaum Gifttiere, welche dem Menschen gegenüber ein aggressives Verhalten an den Tag legen. Gefährliche Situationen kommen ausschliesslich zustande, wenn sich ein Tier bedroht fühlt. Dies kann durch überraschende Begegnungen oder nicht einhalten eines Sicherheitsabstandes zustande kommen. 

II. Tipps:

Die meisten Gifttiere sind Nachtiere. Daher ist es ratsam nie ohne Taschenlampe durch den Busch zustapfen. Vor allem sollte man auch laut auftreten, da die Erschütterung von den Tieren vernommen wird und sie sich zurück ziehen.
Nie auf entdeckte Gifttiere zugehen - damit wird eine Bedrohung evtl. erst ausgelöst.
Zudem sollte man nie blind in irgendwelchen Taschen nach Dingen suchen. Gifttiere suchen sich schon mal ein neues Heim, was unter anderem dann ebend die Tasche sein kann.

  • geschlossene Schuhe vor Benutzung ausschütteln!
  • Konsequente Beseitigung besonders des Küchenabfalls, denn Schlangen leben von Mäusen
  • Mückennetz bzw. Fliegengitter an den Fenstern

Nicht auf der Erde schlafen! Kleidungsstücke, Schuhe, Nahrung auf der Erde locken Skorpione, Spinnen und Schlangen an! Wer dies doch tun möchte, der mache Abends ein Lagerfeuer und ziehe eine Aschespur um seinen Schlafplatz. Die meisten Tiere schreckt der Geruch vom verbrannten ab.

Am Strand und im Wasser:

  • Plastiksandalen, Turnschuhe (Schutz vor Seeigel, etc.)
  • Gestrandete Meerestiere nie anfassen
  • Möglichst Schwimmen statt Waten
  • Nicht Baden nach Stürmen (Quallen!)

III. Erste Hilfe nach Biss bzw. Stich:

  • Beruhigung des Patienten
  • Spüllung der Bissstelle, nie Aussaugen (Zahnfleisch ist selten ok.)
  • Sofortiger Transport zum nächsten Krankenhaus
  • Wenn das Tier getötet worden ist, so mitnehmen, damit der Doc. ersehen kann, um was es sich handelt, wenn man es selber nicht genau weiss
  • Extremität abbinden, alle Halbestunde für 10-20sec. Verband öffnen, damit die Extremität nicht abstirbt.
  • Grosse Bewegungen vermeiden

Quellen: `Survival` Rüdiger Nehberg, Das Buch `Wo es keinen Arzt gibt, `US-Army Survival` von pietch, Tropeninstitut Berlin

Nach oben