Ratgeber zum Waschen auf Reisen

wilhei / pixabay
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Wer länger auf Reisen geht und dabei Freiheit und Abenteuer dem Komfort eines Hotels vorzieht, der muss den Urlaub genau planen. Vor allem abseits der Zivilisation fehlen viele Dinge, die im Alltag Normalität sind: Strom, Wasser oder ein Supermarkt. Gut vorbereitet lassen sich diese Hürden allerdings gut meistern. Dazu gehört auch das Wäsche waschen.

Die Planung eines Rucksackurlaubs stellt eine große Herausforderung dar. Opens external link in new windowPacklisten im Internet helfen dabei, nichts zu vergessen. Dennoch stellt sich die Frage: Wie viele Shirts nehme ich mit, reicht die Unterwäsche für eine ganze Woche und sind zwei Hosen genug? Das Problem: Je mehr man mitnimmt, desto schwerer wird der Rucksack. Die meisten Kleidungsstücke wiegen zwar nicht viel, aber es summiert sich dennoch. Und je länger die Reise dauern soll, desto komplizierter wird es.

Die Lösung: Im Urlaub Wäsche waschen. Dafür benötigt man neben Wasser ein entsprechendes Waschmittel.

Laut Opens external link in new windowWASCHBOOK reicht schon ein kleines Stück Kernseife pro Waschvorgang. Entweder schneidet man es ab oder kauft vor der Reise mehrere Portionen in Reisegröße. Natürlich geht auch ein Flüssigwaschmittel, aber zum einen birgt die das Risiko auszulaufen und zum anderen kann sie zum Problem werden, wenn man nur mit Handgepäck unterwegs ist und das Flugzeug nimmt (dann darf die Packung nicht mehr als 100 ml enthalten).

Outdoorzubehör nutzen

Mittlerweile gibt es für diese Art des Urlaubs nützliche Erfindungen wie beispielsweise einen Waschsack oder diverse Produkte für die Opens external link in new windowOutdoor-Küche. Dieser wiegt weniger als 200 Gramm und wird mit Wasser, Waschmittel und der schmutzigen Wäsche gefüllt. Er hat ein integriertes Waschbrett und erfordert etwas Muskelkraft, aber nach spätestens drei Minuten ist alles sauber und der Waschsack kann nach dem Trocknen platzsparend verpackt werden.

Woran die wenigsten denken: Auch eine Wäscheleine gehört ins Gepäck. Allerdings haben viele Outdoor-Urlauber ohnehin eine Schnur dabei, die sich vielseitig einsetzen lässt. Daran kann dann natürlich auch die nasse Wäsche aufgehängt werden. Ideal wäre ein doppelt gezwirntes Seil, denn dann werden keine Klammern benötigt.

Nun führt nicht jede Individualreise zwangsläufig in die Wildnis. Zumindest einen gewissen Teil der Zeit verbringt man in der Zivilisation und hier gibt es oft einen Waschsalon. Das macht die Sache natürlich wesentlich einfacher, zumal es dort meist auch einen Trockner gibt.

Alles was man dafür braucht sind Münzen und Geduld. Wer in Hostels übernachtet, findet dort in der Regel ebenfalls Waschmöglichkeiten oder sogar einen Wäscheservice, wenngleich dieser freilich teurer ist.

Manchmal ist weniger mehr

Übrigens: Das Wasser muss nicht warm sein, damit die Wäsche sauber wird. Im Gegenteil: In vielen Ländern wie den USA, Japan oder Australien haben Waschmaschinen keinen Heizstab. Daher wird dort kalt gewaschen. Das klappt genauso gut und spart zudem Strom. Aber auch in der Natur sollte man an die Umwelt denken.

Bitte bei der Verwendung von Seife oder anderen Waschmitteln die Wäsche nicht in einem Bach waschen. Lieber in einen See oder ins Meer springen. Wenn es gar nicht anders geht, dann tut es auch mal eine Katzenwäsche ohne Chemikalien.