Einleitung
Die Fahrradbeleuchtung gehört für Teilnehmer des Straßenverkehrs zu einer überlebenswichtigen Grundlage. Sie ist aber auch zugleich wohl das Anfälligste, was es am Fahrrad gibt.
Im Laufe der 90iger Jahre entwickelten sich bei der Beleuchtungsanlage des Fahrrades zahlreiche neue Errungenschaften, welche uns aus dem Dunkel der schlechten Radwege etwas hervorhebt. So kam die 12 (Watt) Voltdynamoanlage und setze sich gegenüber der alten 6 Vordynamoanlage durch. Mit raffinierten Einstellungen von Spiegeln und Linsen holen die Hersteller mittlerweile das max. aus diesen begrenzten Wattzahlen raus. Schuld an einer Begrenzung der max. Watt-Leistung bei Fahrrädern ist die StVZO, welche diese festsetzt. Wir möchten Euch hier einen kleinen Überblick über die verschiedenen Dynamoanlagen und Scheinwerfer und Tipps für die Reparatur geben. Denn gutes Licht bedeutet das Überleben in der freien Wildbahn des Straßenverkehrs.
Dynamos
Es gibt drei Arten von Dynamos, welche sich bisher durchgesetzt haben. Zum einen der altbewährte Seitendynamo, welcher die Lauffläche der Fahrradbereifung nutzt, um Licht zu erbringen. Dann der Speichendynamo, welcher mit Hilfe eines sogenannten Mitnehmers in den Speichen sich drehen darf und zu aller letzt der Nabendynamo, der sein komplettes System im Inneren verbirgt.
Der Reibrollen-Dynamo
Der Reibrollen-Dynamo ist am häufigsten von den drei Dynamo Arten am Fahrrad vertreten. Er ist aber auch mit Abstand der Schlechteste. Das Problem ist bei dieser Dynamo Art, das sich der Dynamo an der Lauffläche der Bereifung vergnügt, um seinen Strom ans Licht zubringen. Dies sorgt für einen erhöhten Rollwiderstand. Eine beliebte Frage an uns war: Sind Reibrollen-Dynamo Allwettertauglich? Hier muss man klar erklären, das die wenigsten Modelle, allwettertauglich sind. Oft kommt es zum besagten durchrutschen bei Schnee oder Regen. Ein Plus hat hier der Dynamo von Dymotec. Besonders die Modelle S6 und der S12. Die Dymotec Klasse sorgt für einen optimaler Kontakt zwischen Reifen und Dynamo-Laufrolle bei jeder Witterung. Der Abstand zwischen Antriebsrad und Reifen lässt sich einfach und ohne Werkzeug stufenlos einstellen. Das Verrutschen des Dynamos wird durch die Arretierung und einer sicheren Montage am speziellen Dynamohalter verhindert. Ein Nachteil ist aber das ständige einstellen des Dynamos an die Witterungsverhältnisse.
Anbieter solcher Dynamos sind zum Beispiel: Busch & Müller und Dynosys
Der Speichendynamo
Der Speichendynamo wird in der Regel am Hinterrad, linkes Ausfallende, befestigt. Gelegentlich findet er auch vorne an der Gabel Halt. Diese Art der Lichterzeugung hat den entschiedenen Vorteil, das sie Witterungsunabhängig eine konstante Leistung erbringt. Es gibt nicht, wie beim Reibrollen-Dynamo, das berüchtigte Durchdrehen. Zudem ist der Rollwiderstand des Dynamos so gut wie gar nicht zu spüren. Ein großer Nachteil ist die Größe dieser Dynamos. Durch die Größe, sind diese Dynamos bei Stürzen schnelle Opfer der Druckkraft, welche schlagartig auf ihnen lastet. Egal wo man sie am Rad befestigt.
Anbieter solcher Dynamos sind zum Beispiel: aufa/FER und SRAM
Der Nabendynamo
Der Nabendynamo ist unser kleiner Liebling. 1993 kam der erste moderne Nabendynamo. Durch das geschlossene System, welches in der Nabe eingebaut ist, ist es Witterungsbeständig. Bei guten Nabendynamos, wie zum Beispiel den SON-Nabendynamo hat man kaum Rollwiderstand, welchen man merkt. Der Wirkungsgrad liegt bei SON mittlerweile bei 70 % . Auch bei Stürzen sind diese Dynamos doch recht unanfällig, da das gesamte System in der Nabe liegt. Schon bei geringer Geschwindigkeit erzeugen diese Dynamos schon recht viel Strom, so das auch langsame Radfahrer auf Ihr Licht kommen.
Die Vorteile des Nabendynamo:
- unabhängig vom Wetter
- sichere Beleuchtung rund um die Uhr
- Sicherste Lage des Dynamos
- Gleichmässiger Wirkungsgrad
Nachteile des Nabendynamo:
- Zeitaufwand und Kosten sind höher, bei defekt
- Schlechte Nachrüstbarkeit
- Bei Problemen ist das gesamte Vorderrad betroffen
Anbieter solcher Dynamos sind zum Beispiel: SON, Schimano
Scheinwerfer
Sie sind nicht mehr aus dem Alltag der Radfahrer weg zudenken; die Halogenscheinwerfer. Mittlerweile fast Standartausrüstung bei neuen Fahrrädern. Sollte man noch einen alten Scheinwerfer mit einer Wolframglühlampe haben, so gehört dieser ausgetauscht. Die Kosten für einen Austausch auf Halogen liegen mittlerweile bei ca. 10 Euro.
Mittlerweile gibt es auch eine besonders schöne Variante der Halogenlampe, nämlich das intrigierte Standlicht. Ein kleiner Kondensator speichert dabei die benötigte Energie. Schon nach 100m Strecke, leuchtet die Diode beim Stehen tapfer weiter.
LED Technik
Mit der LED Technik bei Lampen ist ein genialer Durchbruch gelungen, welcher erheblich mehr zu einem Lichtblick führt, als die normale Glühbirne. Die LED bestehen nicht aus einer Glühwendel, sondern aus einem Halbleiterchip. Ganz aktuell ist der neue Leuchtdioden Scheinwerfer für den Dynamobetrieb von Busch und Müller. Im direkten Vergleich zu einer Halogenlampe wirkt diese Lampe wesentlich blauer. Bei normalen Tempo kann hier die Halogenlampe gut mithalten. Jedoch bei sehr langsamer Fahrt, ist die Diode wesentlich besser sichtbar.
Das Rücklicht
Das Rücklicht sichert uns nach hinten ab. Es gibt die unterschiedlichsten Befestigungsarten der Rücklichter. So zum Beispiel am Schutzblech, Gepäckträger oder an der Sattelstütze. Am gefährdetsten ist die Befestigung am Schutzblech. Diese brechen schnell ab, wenn man stürzt oder das Fahrrad schnell mal im Keller abstellen möchte und dabei das Rad an der Wand entlang dreht. Ab ist es! Bei uns hat sich die Befestigung am Gepäckträger bewährt. Zu mal es Gepäckträger gibt, welche das Rücklicht mehr nach innen nehmen und somit die Seitenstreben des Gepäckträgers, das Rücklicht bei Drehungen oder Stürzen schützt. Auch hier gibt es Rücklichter mit Standlicht, welche uns an Ampeln vor dem herannahenden Verkehr schützen, wenn denn die Autofahrer die Augen offen halten.
Anbieter sind hier zum Beispiel: Busch & Müller und Dynosys
Verdrahtung
Bis hierher haben wir uns nun mit den Elementen der Erleuchtung beschäftigt. Nur nutzen uns diese Elemente herzlichst wenig, wenn wir sie nicht mit einander verbinden. Wir wollen einen flotten Dreier aus Dynamo, Rücklicht und Scheinwerfer. Helfen tut uns dabei ein Kabel, welches wir vom Dynamo zum Rücklicht und vom Dynamo zum Scheinwerfer verlegen.
Beim verlegen des Kabels ist darauf zu achten, das sich das Kabel dicht am Rahmen hält und wenig Lücken bietet, wo sich ein Ast oder sonstiges einhängen kann und das Kabel zum Reißen verführt. Auch ist darauf zuachten, das, wenn der Scheinwerfer angeschlossen wird, das Kabel lang genug ist, wenn man das Vorderrad nach links oder rechts einschlägt.
Des Weiteren müssen der Scheinwerfer und das Rücklicht einen guten Kontakt zum Rahmen haben, um die Masse abzugeben.
Zahlreiche Hersteller haben mittlerweile an Ihren Lichtanlage, einen Masseabgang und ein Phasezugang. Auch muss das Kabel gut an der Halterung bzw. Befestigungsschraube der des Rücklichtes, Scheinwerfers oder Dynamos befestigt werden, so das man bei einer Fahrt ins Gelände nicht schlagartig im Dunkeln steht.
An Scheuerstellen der Kabelverlegung ist es ratsam, über das Kabel einen Schrumpfschlauch zu legen (gibt es im Elektrohandel), um das Durchscheuern des Kabels zu verhindern.
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