Meiningen-Hessles, über Henneberger Haus

  • Kilometer: 75km
  • Zeit: 6h - gemütliche Fahrt
  • Geeignet: nur MTB
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Strecke: ca. 150% Asphalt, 85% befestigter Wanderweg
Weg zur Oberwallbach M?hle
Weg zur Oberwallbach Mühle

Diese Tour beginnt an der Meininger Brauerei, von wo ich mich Stromabwärts auf dem Werra Tal Radwanderweg bis Walldorf halte. Hier bekomme ich bei herrlich warmen Sonnenstrahlen und Wolkenfreiem Himmel einen Ausblick auf das Schloss Landsberg, welches heute eine Nobelherberge ist. Für mich unerschwinglich, dort auch nur eine Nacht zu verbringen. Da ziehe ich das Übernachten in der Natur vor.
In Walldorf verlasse ich nun den Fernradwanderweg und radle auf der Landstrasse bis zur Kreuzung nach Wallbach.

Oberwallbach M?hle
Oberwallbach Mühle

Kurz hinter Wallbach führt dann ein gut befahrbarer Forstweg zur Oberwallbach Mühle. der Weg bis dorthin geht leicht bergauf, jedoch merkt man dies nur kaum. An der Oberwallbach Mühle angelangt kann man sich hier schon mal ein Radler gönnen. Mich hält erst mal nichts, bin ich doch gerade gestartet.
So radle ich gleich weiter in Richtung Henneberger Haus. Anfangs ist der Forstweg noch einigermassen Flach. Wird dann zunehmend steiler, aber bleibt Fahrbar. Er führt durch einen dichten Wald, welcher gut Schatten spendet, was mich an diesem heutigen Sonnenreichen Julitag 2006 sehr erfreut. Die Schweissperlen rutschen nur so an meiner Wange herunter.

Henneberger Haus
Henneberger Haus

Von der Oberwallbach Mühle bis zum Henneberger Haus sind es knapp 7 Kilometer. Am Hennerberger Haus gönne ich mir nun mein Bierchen mit Blick auf den Thüringer Wald. Bei guten Wetter schaut man hier bis zum grossen Inselsberg. So auch heute. Ein Blick über mit Wäldern bedeckte Berge und satt grüne Wiesen.
Mein Bikerherz schlägt noch viel höher, als ich mich auf die Abfahrt nach Schmalkalden begebe. Auf einer aspahltierten Strasse geht es Bergab bis zur Hochschule in Schmalkalden. Hier erreicht man gut und gerne die 85km/h. Mein Hirn hatte ich vorsichtshalber oben am Henneberger Haus gelassen. Fährt sich nämlich ohne Hirn viel besser und schneller.

Blick auf Niederschmalkalden
Blick auf Niederschmalkalden

In Schmalkalden mache ich einen kleinen Abstecher über den Markt und geniesse noch ein Eis. Das kann ich wirklich gut bei der Hitze gebrauchen. Am Klinikum halte ich mich den Wanderweg hoch in Richtung Ruine Wallburg. Ein satter Anstieg bringt mich auf einen Feldweg. Die Sonne kann mich hier richtig zu einem maximal Pigmentierten Mitmenschen rüsten. Doch geniesse ich auch den Vorteil der Weitsicht, welcher im Wald nur schlecht gegeben ist.

Waldweg nach Wernshausen
Waldweg nach Wernshausen

Am ersten Wanderschild biege ich nach links in Richtung Wernshausen ab. Hier spendet mir der dichte Wald reichlich Schatten. Nicht mehr 100 Schweisstropfen, sondern nur noch 50 befeuchten die Minute mein Gesicht. Der Duft von frisch gefällten Bäumen dringt durch den Wald in meine Nase. Ich liebe diesen Geruch. Irgendwo verpasse ich dann einen direkten Abzweig nach Wernshausen. Ich habe mich wohl zu weit links im Wald gehalten. Dort sahen die Wege aber auch immer besser aus.
Nach ca. 2 Kilometern bekomme ich nun endlich meine zweite wundervolle Abfahrt im Gelände, welche mich direkt bis nach Niederschmalkalden fährt. Dort halte ich mich auf den Werra Tal Rennsteig Wanderweg in Richtung Wernshausen.

Fleischerei in Helmers
Fleischerei in Helmers

In Wernshausen angelangt halte ich mich hinter dem Springenbrunnen (Nähe Bahnhof) li. in die Strasse rein und komme zum Rosatal Radweg. Dieser kleine Radweg von nicht mal 9 Kilometern länge fährt mich direkt bis Rosa. Dabei durchquere ich Helmers, wo ich an der Fleischerei einen kleinen Stop mach und mit dem Metzger ins Gespräch komme.
Er gibt mir Routenvorschläge für den Heimweg und wir unterhalten uns darüber wie es zu DDR Zeiten hier war. Es ist immer wieder interessant zu erfahren was sich nach der Wende alles so getan hat und wie es früher hier mal war.

Blick auf Eckhardts
Blick auf Eckhardts

Von Rosa aus halte ich mich in Richtung Schwarzbach. Ich merke wie ich immer näher an die Rhön komme. Die Wälder wechseln immer mehr in weite Landwirtschaftliche Nutzflächen. Die Steigungen werden sanfter und angenehmer zu fahren. Nur die Freundlichkeit der Mensch ist gleichbleibend. Immer wieder wird mir der ein neuer Weg vorgeschlagen, wenn ich nur meine Karte heraushole um mich zu orintieren. Es ist phantastisch.
Von Schwarzbach, wo mich ein Regen überrascht, fahre ich die wenig befahrende Strasse nach Wasungen, von wo ich mich wieder auf dem Werra Tal Radweg in Richtung Meiningen halte. Auf dem Radweg nach Meiningen lasse ich es noch mal richtig krachen und drehte in die Pedale. Manchmal überkommt es mich einfach.

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