Meiningen - Friedensweg - Geba - Meiningen

  • geeignet für: alle Art Fahrräder (selber gefahren mit dem Liegerad)
  • Gefahrene Kilometer laut Tacho: 72,45km
  • Zeit: ca 5h bei gemütlicher Fahrt
  • Grad: leicht
  • Höchstgeschwindigkeit: 101,1km/h
  • Strecke: ca. 60% Asphalt, 39% befestigter Wanderweg, 1% Plattenweg

GPS Daten zum Download

Der Friedensweg entlang der thüringischen-bayerischen Grenze erstreckt sich von der ehemaligen Grenzübergangsstelle Henneberg (Goldene Brücke) bis nach Birx in der Hohen Rhön.
Die Tour beginnt diesmal an der Meininger Privatbrauerei, wo sich auch ein grosser Parkplatz fürs Auto befindet.
Es geht links von der Brauerei in Richtung Westen weg. Wir befinden uns bereist auf dem Werra Radwanderweg. Links neben uns fliesst die Werra.

Der Weg fährt uns nun parallel zur Strasse nach Sülzfeld. Recht von uns liegt der Sülzfelder Wald und links haben wir einen Ausblick auf den Stillberg mit seinen 493Hm.
Man führt nun immer im Tal entlang und bekommt einen Vorgeschmack auf die noch kommenden Ausblicke, welche die Rhön bieten wird und kann.
In Sülzfeld angekommen lohnt es sich schon fast die erste Pause im Café Metal Art ein zulegen. Leider öffnet das Café, welches einem Verein gehört Samstags erst um 15:00h. Ein Blick lohnt sich aber dennoch, da man auf verschiedene Kunstobjekte von Frank Mussmacher blicken kann.
Nach einem Blick halten wir uns weiter in Richtung des Schlosses Fasanerie, welches zwischen Sülzfeld und Hermannsfeld liegt. Die Fasanerie wurde unter Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen (1782-1803) zu einem Lust und Jagdschloss umgebaut. Heute befindet sich das Schloss im Privat besitzt.

Hinter dem Waldabschnitt der Fasanerie bietet sich links ein Blick auf einen Wachturm der ehemaligen Innerdeutschen Landesgrenzen. Wenn man diesem Turm erblickt befindet man sich schon lange im damaligen Sperrgebiet der DDR. Wobei Meiningen auch zum Sperrgebiet gehört hat und man sicher auf den Weg, welchen wir gerade fahren schon bereits abgefangen worden wäre.
In Hermannsfeld halten wir uns an der Kirche rechts in Richtung Völkershausen. Es geht nun leichten aber kontinuierlichen hoch zur Grenze.

 

Friedensweg
Friedensweg

Oben angekommen verläuft nun links und rechts die ehemalige Innerdeutsche Grenze. Wir halten uns rechts und dürfen nun ca. 1 Kilometer auf einer bescheiden zu fahrenden Strecke hinter uns bringen. Es lohnt sich aber dennoch diese Strapazen auf sich zunehmen. Am Wegesrand finden sich immer wieder kleine Tafeln, wo der Friedensweg die deutsch-deutsche Geschichte von 1945-1990 aufarbeitet.

 

Tafel am Friedensweg
Tafel am Friedensweg

Der 40 km lange Friedensweg ist vollständig mit den blauen F-Zeichen gekennzeichnet. Der Wander- und Radweg führt entlang der einstigen innerdeutschen Grenze. Entlang des Weges finden sich insgesamt 40 Hinweis Tafeln über die Geschichte der jeweiligen Umgebung.
Wir halten uns immer auf diesem gut ausgeschilderten und weing befahrenen Weg bis zum Abzweig nach Helmershausen. Verfahren ist hier eigentlich nicht möglich. Wie gesagt, der Weg ist sehr gut ausgeschildert.

Kirchturm vom Helmershausen
Kirchturm vom Helmershausen

Nach Helmershausen führt uns eine lange und erholsame asphaltierte Abfahrt. In Helmershausen befindet sich der Dom der Rhön. Als `Dom der Rhön` wird die 1736 bis 1752 aus dem Mauerwerk der Vorgängerkirche aus dem 15. Jahrhundert entstandene Dorfkirche bezeichnet. Das Markenzeichen der Kirche ist der im Jahre 1777 aufgestockte 50 Meter hohe Kirchturm mit einzigartiger Rokokostuckfassade. Der Zwiebelturm erinnert an Kirchen aus Russland.

auf der Geba
Geba

Von Helmershausen geht es nun eine Strassen von 450Hm auf knapp 711 Hm hoch zur Hohen Geba. Die Strasse hat eine mittlere Steigerung und ist wenig befahren. Immer wieder hat man bei guten Wetter weite Ausblicke in Richtung Hessen.
Von der Hohen Geba aus hat man dann einen herrlichen Rund um Blick auf die Rhön und auf den vor uns liegenden Thüringer Wald. Bei guten Wetter kann man bis zum Inselsberg und nach Oberhof sehen.

Strecken auf dem Friedensweg
Strecken auf dem Friedensweg

Von der Hohen Geba geht es nun im Sausewind runter nach Träbes, wo sich eine gemütliche Bauernstube (Träbes Bauernstube) befindet. Hier bekommt man für nicht viel Geld ein gutbürgerliche Essen und kann dabei einen herlichen Ausblick auf die Umgebung geniessen.
Nach einem guten Essen geht es dann weiter bergab. Wer von Euch eine grosse Übersetzung hat und sein Gehirn vorher oben am Gipfel dem lieben Gott überreicht hat, schaffte es evtl. meinen Rekord von 101 km/h zu brechen. Gelegentlich gibt der liebe Herrgott das oben abgegebene auch unten wieder zurück.
Bitte schreibt mir falls Ihr schneller wart wie ich. Doch Vorsicht sei geboten. Endet doch die Abfahrt an einer quer laufenden Strasse.

Von Stepfershausen hält man sich weiter nach Herpf. Auch hier geht es wieder schön bergab. Von Herpf aus folgt man der Strasse nach Dreissigacker. Nun geht es zum Abschluss noch mal bergauf. Dafür hat man von oben noch mal einen wundervollen Ausblick auf den Dolmar, Dreissigacker und auf Meiningen. Vor dem Klinikum Meiningen, wo man sich sein Gehirn auch fest machen lassen kann, geht es widerrum bergab nach Meiningen. Unten angekommen geht es zurück zur  Brauerei, wo man den Tag mit einem kühlen schwarzen Meininger abschliessen kann.