Zur Burgruine Burg Henneberg

  • geeignet für: alle Art Fahrräder (selber gefahren mit dem Liegerad)
  • Gefahrene Kilometer laut Tacho: 113,29km
  • Zeit: ca 8h bei gemütlicher Fahrt
  • Grad: Anspruchsvoll
  • Höchstgeschwindigkeit: 72,8km/h
  • Strecke: ca. 80% Asphalt, 20% befestigter Wander-/Feldweg

GPS Daten zum Downloaden

Die Tour beginnt erneut vor der Meininger Privatbrauerei. Der Werra Wadwanderweg führt genau an der Brauerei vorbei. Wir folgen diesem Weg links von der Brauerei in Richtung Westen.

Werra Radwanderweg nach Untermassfeld
Werra Radwanderweg nach Untermassfeld

Wir fahren auf dem Werra Radwanderweg in Richtung Untermassfeld. Ludwig Bechstein, ein Märchenerzähler aus Meiningen streifte gelegentlich durch diesen Ort, welcher ca. 3 Kilometer von Meiningen entfernt ist.
Untermassfeld ist jedoch heute vielmehr bei den Einheimischen, mit dem seid über 190 Jahre bestehenden Hotel Untermassfeld, in Geddanken verbunden. Als Hotel Untermassfeld wird die Justizvollzugsanstalt Untermassfeld bezeichnet.
In der Justizvollzugsanstalt Untermassfeld entstand auch Deutschlands erste Gefangenenzeitung, Die Brücke, welche nun mehr seid über 75 Jahren erscheint.

Der Weg führt uns rechts an der Justizvollzugsanstalt Untermassfeld vorbei. Wir befinden uns immer noch auf dem Werra Tal Radwanderweg und fahren nun in Richtung Obermassfeld weiter.
In Untermassfeld angekommen biegen wir nach rechts ab und verlassen den Radwanderweg in Richtung Themar. Überqueren die B89. Fahren ein Stück zurück nach Meiningen und biegen dann an der zweiten Kreuzung nach Ritschenhausen links ab.
Nun fahren wir durch Ritschenhausen durch. Kurz vor dem Ortsaugangsschild kommt ein Wegweisser nach Bauernbach, welchem wir nun folgen.

Schillermuseum
Schillermuseum

Der Weg führt nun leicht bergauf. Die Strasse nach Bauerbach ist mässig befahren und bietet öfters einen schönen Ausblick über die Rhön und den Thüringer Wald.
In Bauerbach kann man nun das Schillermuseum besuchen. Das Wohnhaus des Rittergutes in Bauerbach war von Dezember 1782 bis Juli 1783 Schillers Aufenthaltsort. Henriette von Wolzogens, bot Schiller damals zuflucht vor dem Herzog von Würtemberg. Hier vollendete Schiller sein Drama Kabale und Liebe. Das Haus wurde 1931-1934 zur Gedenkstäütte umfunktioniert. Die Arbeits- und Schlafzimmer von Schiller, sowie die beiden Wohnräume der Familie Wolzogen sind im wesentlichen unverändert geblieben. 

Blick auf die Burg Ruine Henneberg
Weg Richtung Burg Ruine Henneberg

Von Bauerbach geht es nun weiter in Richtung Henneberg. Auch hier führt der Weg leicht berg an. Links und rechts befinden sich Felder, welche auch noch heute bewirtschaftet werden. Dadurch hat man einen herrlichen Ausblick auf die Burgruine Burg Henneberg, sowie auf das nun hinter uns liegende Bauerbach.
Zur Burg selber führt uns ein Wanderweg. Wer will kann aber auch über Henneberg mit dem Fahrrad zur Burg hochfahren. Doch dieser Abschnitt ist sehr steile.

Burg Ruine Henneberg
Burg Ruine Henneberg
Burg Ruine Henneberg Burg - Tor
Burg Ruine Henneberg Burg

Zwischen der Wasserscheide von Main und Werra erhebt sich die ehemalige Burg des Grafen von Henneberg. Entstanden ist die Burg wahrscheinlich im 11. Jahrhundert, zum Schutze der Strasse von Würzburg nach Meiningen.
Die Glanzzeit der Burg war unter Graf Poppo VII zwischen 1212 und 1245. Ab 1274 wurde die Burg als Amtssitz genutzt. Im Bauernkrieg wurde die Burg zerstört und nur teilweise wieder aufgebaut. Im 17 Jhd. wurde die Burg entgültig ausgegeben und dem Verfall überlassen.
1784 feierte hier der Herzog Georg I von Sachsen Meiningen den Geburtstag seiner Mutter.

Grenzturm bei Einödhausen
Grenzturm

Nach dem man einen ausgiebigen Rundgang innerhalb und ausserhalb der Burg unternommen hat, halten wir uns nun in das Dorf Henneberg. Biegen unten links in Richtung Mellrichstadt ab, um dann nach ca. 300m in Richtung Einödhausen, wiederum links, abzubiegen.
Einödhausen lag zu DDR Zeiten direkt am Grenzstreifen und war somit innerhalb des Speergebietes. Nach Erzählungen von Dorfbewohner war Einödhausen zur damaligen Zeit von einem Zaun umgeben und durch eine Ausfahrt mit der restlichen DDR verbunden. Es bedürfte damals einen Passierschein, um in dieses Dorf zu gelangen. Wir radeln weter nach Schwickershausen.

Schwickershausen wurde unter den Namen Schwiggershusin 1187 erstmals urkundlich erwähnt. Im Bauernkrieg 1525 wurde das Schloss von Schwickershausen von Bauern abgebrannt. Jacob von der Kehre liess 1540 einen Neubau des heute noch stehenden Wasserschlosses beginnen. Im Ortszentrum befindet sich eine Kirche, welche um 1793 errichtet wurde. Beachtenswert ist, das im lichterfüllten Innenraum der Kirche, die Kanzel, der Altar und die Orgel eine Einheit bilden.

K?tzeroda
K?tzeroda

Der Weg nach Kätzerode führt nun über einen gut befahrbaren Wald- und Feldweg. Es geht leicht bergauf.
Wer sich jedoch ein gemütliches Örtchen vorstellt, so wie wir dies taten, wird enttäuscht sein. Kätzerode wurde 1973 eingeebnet. Leider gibt es nicht viel Informationen darüber, ob Kätzerode wegen der naheliegenden Grenze eingeebnet wurde, oder anderweitig.

Burg in Bibra
Burg in Bibra

Von Kätzerode hält man sich bergab nach Bibra. Es geht nuun immer gerade aus. Es kommt nach ca. 1 Kilometer ein linker Abzweig, welche rauch nach Bibra führt. Wir fahren jedoch weiter geradeaus und kommen direkt in Bibra raus.
In Bibra gibt es die Burg und St. Leo Kirche. Die Grundsteinlegung für die Kirche in Bibra war im Jahre 1492. Im Jahre 1525 wurde die Burg im Bauernkrieg niedergebrannt. Die Kirche besitzt drei Schnitzaltare. Das Marktrecht erhielt Bibra im Jahre 1486. Seidher wird in Bibra ein Markt betrieben. Der revolutionäre Prediger Hans Hut diente als Kirchendiener in Bibra und beherbergte 1524 Thomas Müntzer im Bauernkrieg.
Von Bibra aus halten wir uns nun weiter nach Rentwertshausen. Hier kruezuen wir den in arbeit befindelichen Main-Werra-Radwanderweg. Fahren durch die Autobahnbrücke durch und halten uns nun weiter nach Queienfeld.
Kurz vor dem Ortsausgangschild von Queienfeld in Richtung Westenfeld geht ein Wanderweg rechts hoch. Diesen fahren wir entlang und halten uns immer rechts. Der Weg führt direkt nach Westenfeld.

Friseur in Westenfeld
Friseur in Westenfeld

Westenfeld ist ein kleiner Ort, wo man sogar einen fahrbaren Friseur hat. Am Bekanntmachungsschild findet man dann die aktuellen Daten, bei Wem Wann die Fäkalien entleert werden. Aber auch eine Kirche aus dem Mittelalter hat der Ort zubieten.
Von Westenfeld geht es weiter nach Hania.

Kirche in Dingsleben
Kirche in Dingsleben

An der Kreuzung von Haina angelangt überquert man diese und hält sich an der Autowaschanlage vorbei in Richtung Dorfkirche.
Hinter der Dorfkirche biegt man rechts ab und führt geradeaus. Man kommt an einen asphaltierten Feldweg und führt diesen bis zum abzweigt nach Dingsleben. Der Weg nach Dingsleben führt nun über ca. 2 Kilometer immer stetig bergauf.
Dingsleben ist bekannt für sein gutes Bier. Die Dingslebender Brauerei braut auch noch heute hier. Ein Probebier ist empfehlenswert. Die Brauerei besteht seid 1895 und das mit grossem Erfolg.

St. Bernhard
St. Bernhard

Kurz hinter der Kirche von Dingsleben geht nun die Strasse rechts hoch in richtung Themar. Diesen Weg folgt man bis nach St. Bernhard und weiter nach Beinerstadt. In Beinerstadt hält man sich nun rechts und führt in Richtung der alten LPG Anlage, welche auch noch heute in betrieb ist.
Hinter dem Dorfladen geht es dann rechts den Feldweg hoch in Richtung Wachenbrunn. Vor einem liegen zwei Funkmasten.

Leutersdorf
Leutersdorf

Von Wachenbrunn aus hält man sich weiter gerade aus in Richtung Leutersdorf wo man nun wieder auf den Werra Tal Radwanderweg gelangt. Der Weg von Wachenbrunn nach Leutersdorf führt nun schön bergab. Alle die Strapazen, welche wir für die Höhenkilometer auf uns nehmen mussten, werden hier vollends entlohnt.
Es bietet sich zudem ein wunderbarer Ausblick auf das vor uns liegende Werra Tal. In Leutersdorf angekommen halten wir uns in Richtung Ortszentrum, an der Kirche vorbei, über die Brücke und biegen dann rechts auf den Werra Tal Radwanderweg ab, welcher uns nun bis Meiningen zurück begleiten wird.
Der Weg bis Meiningen ist ab hier besten ausgeschildert. Ein Verfahren fast nicht möglich. Der Weg führt fast flach durch das Werra Tal und bietet immer wieder herrliche Ausblick nach vorne wie nach hinten.
 

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