Siddharta Highway & Pokhara

Bislang duesten wir durchs flache Land, nun schleichen wir auf dem Siddharta Highway durch die Berge! Wobei das Wort Highway eine (zumeist) geteerte durchaus auch einspurige (durch Felsbrocken) Strasse definiert.

Muehsam kaempfen wir uns bergauf. Kurve um Kurve. Schatten um Schatten. Begleitet von einem kleinen Gebirgsfluss im Tal. Wir entfernen uns von ihm in die Hoehe - sehr langsam - um dann leider zu schnell wieder unten zu sein. Das Spiel beginnt mehrmals von neuem! Fuer die ca. 160km von Butwal nach Pokhara brauchen wir drei Tage. Wir uebernachten in kleinen Orten wo sich Kuh und Geko gute Nacht sagen fuer 2-3 Euro pro Rumpelkammer. Wenn wir grad nicht radeln oder verschnaufen essen wir soviel wir koennen: nepal. Donuts, Daal bhaat (Reis, Linsensuppe und Gemeuse, tradtionelles nepal. Gericht), gebratene Nudeln, Kekese und Bonbons...

Eines der schlauen Bergkinder hat uns mittlerweile durchschaut und begruesst uns tatsaechlich mit "hello Touri"!

Ja wir wollen Touri sein und Pokhara ist unser Mekka eine Outdoor-Touristenstadt. Es liegt idyllisch am Phewa See. Um diesen spielt sich das Touri-Leben ab! Umgeben ist der Ort von Bergen und zwar unter anderen von namenhaften weissen Riesen wie dem Annapurna (ueber 8000m). Sie kommen her zum Wandern, Gleitschirmfliegen, Schlauchbootfahren und Radeln. Da das aber langweilig und gar nicht nach Adrenalin und Exklusivitaet klingt nennen sie es: Trekking, Paragliding, Raften und Mountainbiken - toll, hm - was man hier so erleben kann!!!

Wir jedenfalls lehnen dankend beim Fahrradverleiher ab und machen nichts von alledem. Statt dessen blicken wir in die Berge, lassen uns ueber den See zur Tempelinsel paddeln und kaufen kaufen kaufen (konnten durch mangelnde Meditation der Besitzlosigkeit noch nicht Folge leisten)! Ausserdem freuen wir uns als "Weisse" keinen Volksauflauf mehr zu verursachen oder Abendbelustigung fuer Dorfbewohner zu sein.