Neu Delhi September 2010

Verkehr in Neu Delhi

Abenteuer  von Anfang an. Gut gelandet laufen wir gefuelte drei km zur Passkontrolle. Hier merken wir dann, was es heisst in Indien angekommen zu sein. Kurze Warteschlange, lange Wartezeit. Manche Kontrolleure scheinen zu schlafen andere machen kurz vor uns erst mal Pause. Wir huepfen von Schalter zu Schalter wie eins, zwei oder drei letzte Chance vorbei  - nur wenn der waerter nicht geht, seht ihr ob ihr richtig steht.

Schnell finden wir auch unseren Fahrer. Auf dem Weg zum Auto schaut er sich mehrmals zu unsren grossen Fahrradkartons um. Auf die Frage, ob er dann ein grosses Auto dabei habe, antwortet er nur: "Yes Big Car!" Es ist ein TATA. In Deutschland wuerden wir es suesser kleiner Fiat Panda nennen - nur halt noch etwas kleiner! Wir passen rein, die Raeder duerfen aufs Dach. Natuerlich nur mit einer schnell zusammen gesuchten Schnur befestigt.Volle Fahrt. Augen zu, Augen auf – gut, noch am Leben.

Wir schlafen uns aus und wuenschen uns ein ganz klein wenig zuhause aufzuwachen. Ja der Stadt ist es gelungen uns auf den ersten Metern zu erschrecken. Menschen “zelten” hier auf dem Mittelstreifen und daneben und darauf und wohl auch darunter  - ihr ganzes Leben lang? Bitte welcher indische Gott ist hier zustaendig fuer Neuankoemmlinge und Ihre Integration?

Mutig wagen wir uns an unserem ersten Tag alleine vor die Tuer und sind stolz Bananen zum Abendbrot zu erwerben.

Neuer Tag neues Glueck. Wir fahren Motorrikscha. Wiedererwarten gibt es natuerlich eine Verkehrsregel: Hupe so laut und so lang wie moeglich und gib Stoff! 

Wir erkunden die Stadt. Dem deutschen Konsum wollten wir entfliehen und hier ist ganz Delhi ein Bazar. Jedes Erdgeschoss will was verkaufen. Auf der Strasse werden uns Haarschneider (Mikes Haar ist echt lang),  Stofftaschentuecher (wollt ich schon zuhause nicht) und Ohrenreinigung (also bitte) angeboten. Wir werden ununterbrochen angesprochen und jeder will uns Guide and Friend sein.

Goetter sind allgegenwaertig

Wir lernen verwegen, vorallem aber zaghaft zu feilschen und zahlen sicher noch immer zuviel.Ganz im Ernst – der Deutsche findet es hier etwas unordentlich. Man ist versucht sich Eimer und Besen zu holen und anzupacken. Wer empfindlich ist wird seinen Ekelherpes zu Rekordgroesse zuechten.Der germanische Gott Meister Proper glaenzt eindeutig mit Abwesenheit. Und trotzdem wir moegen es!

Delhi ist in Bewegung und damit unendlich lebendig! Trotz der Menschmassen und der zum Teil unglaublichen Armut fuehlen wir uns nie bedroht. Einige bestaunen uns und laecheln und sogar zu!

Tierwelt: einige  magere Kuehe gesehen ( kein Vergleich zur prachtvollen lila Alpenkuh) und noch keinen Elefanten (ausser dem Busch im Regierungspark der in Elefantenform gebracht wurde).

Fremd ist der Fremde halt nur in der Fremde