Nepal - westliches Terai

Welcome to Nepal!

Ueber eine Buckelpiste aus Staub und Steinen machen wir uns davon aus Indien. Autos sehen wir hier an der Grenze keine, wenn dann kommen die Leute mit Pferdekutsche oder Fahrradrikscha. In einer Art Garageneinfahrt ist das Grenzbuero (Indien) aufgebaut - kaum erkennbar. Wir halten eher zufaellig, weil der Weg absolut nicht mehr befahrbar ist. Dann weiter auf dem Trampelpfad zum nepalesischen Gartenhaus. Dollar hin - Visum her. Kinder begruessen uns mit "one Rupie?" So wird hier wohl jeder Tourist begruesst.


Nepal ist gruen. Unendliche Weiten mit Reisfeldern, Ansammlungen von Lehmhuettendoerfern, Menschen die ihre Tiere versorgen, Felder bestellen, Ochsenkarren fahren, ihre Holzstapel auf dem Kopf nach Hause balancieren, sich selbst oder ihre Kleidung im Fluss waschen...und ueberall Kinder.

Wenn sie uns sehen, bruellen sie vor Begeisterung und laufen in unsere Richtung. Sie rufen "bye bye" statt "hello" und "How are you?" aus voller Seele. Dass ist sehr nett, doch sie sind dann auch dort zahlreich wo man sie nicht vermutet. Am Abend vorm Zelt zaehlt Mike 18 von ihnen. Sie sammeln sich im Kreis und beobachten was die weissen Aliens so machen. Auch Erwachsene scheuen sich nicht dabeizusitzen. Ungewohnt! Ein bisschen wie Zoo?!

Nepal ist sicher arm an Luxusartikeln und die Haeuser und Unterkuenfte sind - sagen wir mal - sehr sehr einfach! Oft faellt Abends der Strom aus, doch gekocht wird im Lehmofen vorm Haus mit Holz. Es gibt viel Gemuese, Reis, Huelsenfruechte, Obst...und sie kochen ganz wunderbar!

Im Bardia Nationalpark wollen wir Natur und Tiere erkunden. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang scheuchen uns unsere beiden Guides durch den Urwald, die Boeschung rauf und runter und auch schon mal ab durchs Flussbett. Die Natur ist eindruecklich schoen, doch Tiere sehen wir nur wenige. Reh - kennen wir schon, Affen - ja die auch...spannend wird es erst als unsere Fuehrer mit ihren Bambusstoecken (die wohl wahrlich zur Gegenwehr dienen sollen) auf Tigerspuren zeigen. Eigentlich hoffen wir ein wenig hier huepft jemand durch die Gegend und macht die fuer uns Touris dorthin. Jedenfalls sind wir nicht allzu traurig dass wir den ganzen Tag keinem begegnen. Zuletzt waren sich die beiden ueber den Reuckweg nicht mehr so ganz einig als wir auch noch auf wilde Elefanten treffen! Sie stehen im mannshohem Gras, eine Herde, 5 Stueck, wir schleichen ganz leise um sie herum und koennen sie beobachten. Doch wer beobachtet uns? Der riessige Elefantenbulle hinter uns - ohho! Unsere Guides werden nervoes und wir muessen mit ihnen wie die Gazellen durchs Gebuesch huepfen...voellig ausser Atem lassen sie uns auch noch laufen als der Elefant ausser Sichtweite ist! Erst beim Abendessen koennen wir alle wieder darueber lachen und es wird maechtig uebertrieben wie mutig wir alle waren!