Norwegen Teil 1

Gegen den Wind nach Norden
Gegen den Wind nach Norden

Bei Naatamo radle ich in Norwegen ein. Um so dichter ich an Norwegen heran kam, um so hügliger und vorallem kälter wurde es. Das schöne Wetter wechselte in mehr Wolken und Regen.Ist Norwegen doch dafür bekannt mit regen und schlechtem Wetter zuprotzen, so war der erste Tag die volle Bestätigung dafür. Regen, Berge und ein starker Wind standen mir gegenüber. Nun hiess es Zähne zusammenbeissen und 100 km ohne Verpflegungsstation hinter mich zu bringen. Kein Shop. Keine Tankstelle. Kein Restaurant. Einfach nichts, wo man sich mal hätte vorm Regen schützen können!
Karge Felsen, Eis bedeckte Seen und ab und zu ein paar Sträucher bieten dem Wind nicht gerade den Widerstand welchen ich mir erhoffte. Solch einen Wind , wie Er sich mir bot, hatte ich noch nie auf einer Tour gehabt. Vardö war mein erstes grosses Ziel in Norwegen. Vardö liegt bereits am Rande der Arktis. Ein kleiner Ort mit ca. 300. Einwohner und im besitzt der nördlichsten Festung der Welt. Dort am Rande von Norwegen, wo es zwei Lebensmittelgeschäfte, ein Kino, ein paar Kneipen und ein Hotel gibt, hat die Jugend über 18 Jahre nicht weiter zu tun, als Abends mit Ihren Autos die Hauptstrasse von ca. 600 m Länge mit Vollgas rauf und runter zu fahren.

Von Tanabru radelte ich weiter zum Kjöllefjord. Die Umgebung dort sieht aus wie eine Mischung aus Mondlandschaft und Atemberaubender Natur. Passend zur wundervollen Natur kam auch noch ein wunderschönes Wetter, mit Sonnenschein, blauen, wolkenlosen Himmel und angenehmen 20 Grad Celsius. Immer wieder phantastische Ausblicke auf Laksefjorden, Eidsfjord, Hopsfjorden und Oksfjorden. Dazwischen diese Stein- und Gras- landschaft. Eine Mischung, die das Radfahren angenehm, anstrengend macht, zumal das Wetter perfekt ist - 20 Grad und Sonne. Zum gleichen Zeitpunkt waren es in Berlin wohl 15 Grad und bedeckt. Einige Kilometer vorm Kjöllefjord befindet sich ein kleines Birkenwäldchen. Es ist aber nicht nur ein kleines Birkenwäldchen, sondern der nördlichste Birkenwald der Welt. Wobei ich persönlich den Wald doch lieber mehr als Wäldchen bezeichnen möchte. Die Fähre vom Kjöllefjord sollte gegen 4:15 h in der Frähe, nach Honningsvåg ablegen. So machte ich es mir am Hafen bequem um bis in der Früh auf die Fähre dort zu warten. Gegen Abend erschien ein deutsches Auto. Schnell kamen wir ins Gespräch. Renate und Gerd aus Salzgitter, waren mit Ihrem Auto unterwegs zum Nordkap.

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