Finnland

Das Land der tausend Seen, wie die Finnen sagen, stand mir nun bevor. Finnland ist ein Land des Übergangs. Hier gibt es nicht auf einmal ein Hochgebirge oder ähnliches. Ganz langsam wird man an Berge heran geführt. Von diesem waldbedeckten Land liegen fast zwei drittel unter 200 m. Nur in der Nähe von Haltiatunturi hat Finnland Anteil am Skandinavischen Gebirge und erreicht dort eine Höhe von 1324 m.
An Lathi vorbei hielt ich mich auf der Strasse 144, welche viele Seen versprach. Und wirklich traumhaft diese Seenlandschaft.: `Na, da hüpfe ich doch gleich mal rein!!, dachte ich mir so...gehüpft bin ich wirklich, aber mehr wegen der Kälte des Wassers. Trotz der 25 Grad Tagsäber betrug die Wassertemperatur nicht mehr als 5 Grad; laut meinem Thermometer. Auch in Finnland hatte ich mir vorgenommen soweit es geht unter freiem Himmel zu übernachten. Zu dem startete ich hier meine ersten Kochversuche auf dem Lagerfeuer. Abends suchte ich mir meist einen Platz direkt am See und zündelte mein kleines Feuerchen an.

Elch - Wo soll es hingehen?
Wo soll es hingehen?

 Ein Gefühl des Nomadenlebens kam in mir auf, wenn ich meinen Topf aufs Feuer stellte, um das Abendbrot zu machen. Das kochen auf dem Lagerfeuer entwickelte sich bald zu einem der immer wieder schönsten Ereignisse am Tag. Neue Rezepte und Techniken wurden ausprobiert. Im Norden von Finnland fing ich an mein Brot selber zu backen. Nach einem gutem Abendbrot machte ich mich auf die all abendliche Fototour. Mit Naturgeräuschen, Vogel gezwitscher, dem rauschen des Windes und dem Duft des Waldes, hatte ich das beste Schlafmittel ohne Nebenwirkung erhascht. Manchmal wurde der Schlaf allerdings durch nicht identifizierbare Laute herum laufender Tiere unterbrochen.
In vollendeter Bewegungslosigkeit probierte ich die Tiere auszumachen. Was sich aber, dank meiner Kenntnisse der Laute in der Tierwelt, als äusserst schwierig erwies. Morgens war es einfach zu schön diese vielen Gesichter, welche die Wolken am Himmel formen zu beobachten, vollgesaugt mit ihrer schweren Last, die sie hoffentlich woanders abladen.
Dahinter meist weisse Schäfchenwolken auf blauem Hintergrund, von der Sonne an gestrahlt. Die Bäume machten ihren Frühsport im Takt des Windes. Wie sehr ich doch diesen Anblick, eingehüllt noch in meinem Schlafsack, genoss und aufnahm. In der Nähe von IIsalmi in Pentilanlathi schlug ich mein Lager in der Nähe eines Sees auf, da es mir durch die Natur verwehrt war direkt an dem See einen Schlafplatz zu finden.Gerade als ich anfing mein Abendbrot vorzubereiten donnerte 3m von mir entfernt ein Traktor vorbei. Der Bauer stoppte als er mich erblickte.