Istanbul

Haia Sofia

Istanbul per Rad zu besichtigen war nach unseren Erfahrungen mit dem Verkehr nicht gerade ratsam. Wir entschieden uns für die öffentlichen Verkehrsmittel. Da wir im asiatischen Teil von Istanbul übernachteten, mussten wir, wenn wir in den europäischen Teil wollten, die zahlreichen Fährverbindungen über den Bosporus benutzen. Eine Fahrt mit einer Dolmusch gehört zu einem unbedingten Muss zu jedem Istanbulbesuch.

Nach dem Einsteigen in solch ein Taxi drückt man dem Vordermann Geld in die Hand und sagte ihm wo es hin geht.

Achtung, an den Bussen steht die Route draussen dran.

Das Geld wird nun durch den ganzen Bus bis zum Fahrer gereicht, der dann das Wechselgeld auf dem selben Weg zurück schickt. Keine Angst, bei uns hatte es immer gestimmt. Ein Grossteil der berühmten Sehenswürdigkeiten befindet sich im europäischen Teil. Hier kann man die Blaue Moschee, Haia Sofia, den Basar, den Sultans Palast und viele andere Moscheen besichtigen!

Bei einem Besuch im grossen Basar stellten wir fest, dass dieser sehr viel von seinem so angepriesenen orientalischen Verlockungen verloren hatten.

Alles war auf den üblichen Touristenkitsch beschränkt. So fanden wir zum Beispiel keinen einzigen Gewürzladen, der uns ein reichhaltiges Angebot zeigte. Auch lag nicht dieser von Reisebüchern immer wieder versprochene Gewürzduft in der Luft. Nur die vielen Händler, die uns bei unserem Gang immer wieder ansprachen, liessen erahnen, wie es früher hier zugegangen sein muss.

Vor der Blauen Moschee wurden wir von kleinen Kinder bedrängt, die uns irgendwelche Postkarten verkaufen wollten. Auf unser NO wurden wir meist noch mehr bedrängt. Hier sollte man wirklich gut auf seine Sachen aufpassen, da Diebstähle an der Tagesordnung sind.

Diese Stadt zog uns langsam in ihren Bann! Trotz der chaotischen Verh?ltnisse strahlte diese Stadt eine Lockerheit auf uns aus. Alle Gesichter der Einheimischen waren mit einem Lächeln gesegnet. In Istanbul verbindet sich auch die moderne Welt mit der alten! Verhüllte Frauen, wie aus Tausend und einer Nacht, mit Handy in der Hand; Gepäckträger neben Lieferfahrzeugen, alte Häuser neben neuesten Bürobauten usw.

Nach fünf Tagen am Tor zu Asien hiess es für uns Abschied nehmen! Schweren Herzens flogen wir nach Berlin zurück. Doch in unseren Köpfen entwickelten wir schon neue Pläne.

Danken möchte ich an dieser Stelle nochmals der Familie Kahraman für die herzliche Aufnahme und Betreuung, Lucas für die Vermittlung und die angenehmen Tage in Istanbul, der Familie Nita aus Rumänien, Marga und Nicolei aus Sofia, der Britsh Airways für das unkomplizierte Mitnehmen unseres super schweren Gepäcks + Fahrrad, unseren Eltern und Freunden fürs Daumen drücken und allen Menschen die uns auf unserer Tour weitergeholfen haben sagen. DANKE!!!

Unser letzter Abend in Istanbul
Unser letzter Abend in Istanbul

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