Bulgarien

Rumänien und Bulgarien sind durch die Donau getrennt. Dieser Umstand führt dazu, dass man mit einer Fähre übersetzten muss. Auf der bulgarischen Seite befand sich ein Grenzer, der für die Passkontrolle von ca 200 anwesenden Personen zu ständig war. So dauerte es eine dreiviertel Stunde bis wir unsere Stempel im Pass hatten. Wir standen an 2. Stelle, als er die ersten Pässe des Reiseleiters für dessen Bus mit zwei Fingersystem in den Computer eintrug.

Uns stand eine Fahrt durch das Armenhaus Europas bevor. Bulgarien hat der Zeit eine Inflation von 300%. Durch diese Armut entsteht natürlich auch sehr viel Elend. Dieses Elend wollen wir lindern helfen, in dem wir in unserem Freundeskreis, in der Familie und bei Kollegen für ein Projekt der Caritas in Burgas warben. Es handelte sich dabei um ein Weissenhaus, in dem Kinder im Alter von 3 - 15 Jahren untergebracht sind. 2500,-DM kammen bei unserer Sammlung zusammen

Bulg
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Auf der E 79 fuhren wir von Vidin in Richtung Montana, ehemals Mihajlovgrad und weiter in Richtung Sofia. Kurz hinter der Grenze blieben wir am Strassenrand stehen, um auf die Karte zuschauen ob wir noch richtig sind.

Auf einmal kam ein älterer Mann und drückte mir ein paar Pfirsiche in die Hände und meinte zu uns, dass wir doch mal eine Pause machen sollten.

Als wir dies dann auch taten, holte er noch von seinem Acker kleine Melonen. Er wollte dafür nichts haben. Es war einfach nur Gastfreundschaft. Seid Rumänien wurden wir so von Menschen verwöhnt, die wir nie vorher gesehen hatten. Die ärmsten Länder und trotzdem war dort soviel Gastfreundschaft zu verspüren.

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In Montana wurden wir von einem Mann zum Übernachten ins Klostern eingeladen. Das Kloster liegt in Georgi Damjanovo, welches wiederum in der Nähe des Geburtsortes von Georgi Dimitrov liegt. Georgi Dimitrov war der erste Präsident der sozialistischen Volksrepublik Bulgarien.

In Sofia übernachteten wir bei Bekannten von mir und legten einen Ruhetag ein. Den Ruhetag nutzten wir für eine Stadtbesichtung von Sofia. Sofias Innenstadt hat nicht all zuviel zu bieten und so hatten wir den Stadtkern sehr schnell erkundet. Womit aber Sofia antreten kann ist das Witoscha Gebirge drum herum. Sofia liegt in einem Tal. Um Sofia bieten sich daher otimale Wander Möglichkeiten.

Der weitere Weg durch Bulgarien führte uns auf der E 79 nach Kulata. Nicht weit von der E 79 und insgesamt 130 km von Sofia entfernt liegt das Rila Kloster. Von Sofia aus in Richtung Rila-Kloster geht es beständig leicht bergab. Bei 35 Gard im Schatten war dies für uns eine wohltat. Keine Grosse Anstrengung! Nur leider fehlten einpaar Bäume am Strassenrand die für Schatten hätten sorgen können. So kamen wir auf eine tatsächliche Temperatur von bis zu 45 Grad.

Die letzten 30 km zum Rila-Kloster ging es leicht, aber beständig nur bergauf. Das Kloster war uns einen Abstecher wert. Warnen möchte ich aber vor einer Übernachtung im Kloster selber, welche für Touristen möglich ist. Wir zahlten 27,- DM pro Person für ein Dreibettzimmer mit defekter Dusche und Toilette, durchgelegenen Betten und ohne Frühstück. Bei den derzeitigen Verhältnissen ist dies weit überteuert. Weiter 130 Kilometer vom Rila Kloster entfernt liegt das Dorf Melnik, welches unter dem Schutz der UNESCO steht. Melnik ist bekannt durch seinen Wein und die weissen Felsen. Den Wein sollte man sich nicht entgehen lassen! Von Melnik aus geht ein Wanderweg zu einem Kloster, welches wohl nur aus Holz gebaut wurde. Leider besuchten wir es nicht, da unsere Tour unter etwas Zeitdruck stand. Im nachhinein, bedauere ich es sehr nicht hingewandert zusein.

Bei einem Gläschen Wein verbrachten wir unseren letzten Abend in Bulgarien.