Liegeradreisebericht Andalusien 2004 - Bericht 2

Mein Wegabschnitt an Marbella sollte nun bis Gibraltar auf der Autobahn verlaufen, mit einigen wenige Ausnahmen.
Estepona und Torreguandiaro liess ich links, da sie auf mich nicht den Eindruck machten, das sich ein Besuch lohnen würde. Über all sah man nur Hotels oder Baukräne. Insgesamt musst das Bauwesen auf der Strecke von Marbella bis Gibraltar bumen.

 

La Linea
La Linea

ca. 30 Kilometer vor Gibraltar geht ein Weg links nach La Linea ab, welchen ich nur empfehlen kann. Nicht nur das man weg von der Autobahn ist, man hat sogar eine westenlich ruhigere Strasse mit wunderschönen Ausblicken über karge rote Berge aufs Mittelmeer. Links und Rechts des Weges gab es wieder diesen berüchtigten Zaun, welcher für mich das Wildcampen doch sehr erschwerte.
Le Linea beeindruckte mich durch seine bunten Häuser, welche man desöfteren bewundern könnte. Nicht nur immer das weiss der Städte. Le Linea zählt mit zu den jüngsten Städten Spaniens. In Le Linea hält man sich am besten in Richtung Strand, wenn man auf dem kürzesten Weg nach Gibraltar möchte.

Blick auf Gibraltar
Blick auf Gibraltar

Erst bei näherem herankommen erkannte ich Gibraltar, wie man es von Bildern her kennt. Hing doch der Felsen bei meiner Ankunft in einer Dunstwolke.
Vor der Grenze ins britische Gibraltar stauten sich zahlreiche Autos, als habe das `kommunistsiche Regime` in Madrid gerade erklärt, die Mauer nach Gibraltar sei gefallen. Ein jeder dürfe ab sofort zu den Chips and Frite Fressern nach Gibraltar. Aber bitte den Pass nicht vergessen und vielleicht auch noch ein paar Pfund getauscht.
Was den Reiz aus macht in Gibraltar ein paar Urlaubstage zu verbringen ist nicht ganz klar.

verwinkelte Strassen in Gibraltar.
verwinkelte Strassen in Gibraltar.

Die Lage in der Nähe zu einem anderen Meer sicher nicht. Die landschaftliche Schönheit hält sich auch sehr in Grenzen und die Affen, welche man auch `Barbary Apes` nennt, sind auch nicht das Ultimum für einen mehrtägigen Urlaubstrip dort hin. Vielleicht ist es das Gefühl der Vergangenheit, als England hier noch um jeden Preis eine Kronkolonie haben wollte.
Wenn man durch diese 30.000 Einwohner grosse Stadt führt hat man zudem schnell das Gefühl, das hier sicher kein Städteplaner mitgearbeitet hat. Ist doch alles sehr unübersichtlich und eng. Gut viel Platz bietet dieses Ei-Land auch nicht.

Strand in Gibraltar
Strand in Gibraltar

Mittlerweile hat sich Gibraltar zu einem Finanzzentrum entwickelt, in dem viele ausländische Banken Filialen haben. Das Bankgeheimnis ist gesetzlich gesichert. Eine weitere Einnahmequelle bietet der Tourismus. Wobei ich für meinen Teil sagen muss, das es sich eigentlich nicht lohnt nach Gibraltar zu reisen. Es ist und bleibt ebbend nur ein Felsen mit ein paar Affen und einer alten Festung drauf, wo man nicht mal überall mit Euro bezahlen kann.

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