Liegeradreisebericht Andalusien 2004 - Bericht 1

Unruhe macht sich in der Wartehalle des Flughafens Berlin Tegel breit. Eine nette Lautsprecherstimme gab uns gerade bekannt, das unsere Maschine der Air Berlin so mit einer Stunde Verspätung starten wird.
Die wenigen welche keinen Sitzplatz ergattert haben irren durch den kleinen Raum, auf der Suche nach einem Platz oder nach Beschäftigung für die Wartezeit. Dann gehts endlich los in die Sonne und vorallem Wärme.

 

Richtung Monda
Richtung Monda

Mit einer Stunde Verspätung lande ich in Malaga. Es ist bereits 22:30h. Doch die Wärme treibt mir immer noch den Schweiss aus den Poren. Vor dem Flughafen frage ich einen Polizisten nach dem richtigen Weg, in Richtung Coin. Ich will nicht gleich zum Anfang auf der Autobahn in Richtung Gibraltar fahren und nehme dafür einen kleinen Umweg in kauf. Im dunkeln suche ich mir noch einen Schlafplatz hinter Pinienbäumen.

Abfahrt nach Ojén.
Abfahrt nach Ojss©n.

Der nächste Morgen empfängt mich mit Wolkenlosem Himmel und angenehmen 27 Grad, bereits um 9.00h.
Die Strecke führt mich um den el Grande S. de Mitas mit 1150m Höhe. Es sind die ersten Kilometer mit bepacktem Liegerad im gebirgigen Gebiet für mich. Meine Vorurteile gegenüber dem Liegerad erweisen sich schnell als falsch. Gut man ist am Berg nicht der schnellste, jedoch ist die Sitzhaltung einfach Sau bequem.
Links und Rechts wurde die Strecke von Pinien- und Mandelbäumen, sowie grosser Flächen rotem kargen Bodens gesäumt. Zudem begleitete mich auf beiden Seiten ein Zaun, welcher ein paar Rinder im Zaume hielt.

Ausfahrtsstrasse in Richtung Estepona
Ausfahrtsstrasse in Richtung Estepona

Was ich mich hoch gekämpft hatte, dürfte ich nun bis Marbella bergab geniessen. Immer wieder verliess ich die Hauptverkehrsstrasse A-355, um die Seiten Wege zu erkunden und die in weiss gehaltenen andalusischen Dörfer zu bewundern.

Um Marbella herum, führt eine Autobahn, welche man dort als Radfahrer nicht befahren darf. Doch dies sollte sich zu meinem ärgernis bald ändern. Marbella an sich machte auf mich keinen besonderen Eindruck. Die Strandpromenade war wie jede andere auch. Ein paar Geschäfte. Dahinter zahlreiche Hotels.

Ich hielt mich weiter in Richtung Gibraltar. Alle Leute welche ich nach einem geeigneten Weg frage, verwiesen mich auf die Autobahn. Sogar die Garda Zivil, was in Spanien die Polizei ist, verwies mich auf die undankbare Autobahn. All mein Suche half auch nichts. Man musste auf die Autobahn, wo das stinkende Blech mit 120 km/h an einem vorbei braust. So ging es immer schön auf dem Standstreifen weiter in Richtung Süden.

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